Prüfer checkt Nachhaltigkeit, Landschaftspflege und Netzwerke

Naturpark Habichtswald will das Qualitätssiegel

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Unterwegs mit dem Qualitätsscout: Am Dörnberg informierten Kristin Gampfer, Dierk Schwedes, Annika Ludolph und Jürgen Depenbrock Prüfer Holger Wegner (Mitte) über das Naturschutzgebiet Dörnberg.

Seit 2013 darf sich der Naturpark Habichtswald „Qualitäts-Naturpark“ nennen. Ausruhen können sie sich darauf nicht.

Die Auszeichnung erhalten Naturparke nur, wenn sie in verschiedenen Bereichen wie Nachhaltigkeit, Landschaftspflege und Umweltbildung gute Arbeit leisten. 

Alle fünf Jahre wird geprüft, ob der Titel noch gerechtfertigt ist. Aus diesem Grund war in diesen Tagen ein Qualitätsscout des Verbandes Deutscher Naturparke in der Region unterwegs. Zusammen mit Jürgen Depenbrock, dem Geschäftsführer des Zweckverbandes Naturpark Habichtswald und Annika Ludolph, Leiterin des Naturparkzentrums, besichtigte Qualitätsscout Holger Wegner unter anderem Naturschutzgebiete wie den Dörnberg. Er schaute sich die Jungen Riesen bei Istha an und den Eschenhof in Altenhasungen. 

Sein erster Eindruck ist positiv: „Es fällt auf, dass die Region gut vernetzt ist und Kooperation gelebt und intensiv betrieben werden“, so Wegner. Herausragend nennt er in diesem Zusammenhang die Touristische Arbeitsgemeinschaft (TAG). Beeindruckt war er vom Naturschutzgebiet Glockenborn, das nicht nur eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt aufweise, sondern auch zum Touristenmagnet geworden sei.

Lob und Kritik der Bürger für den Naturpark Habichtswald schaute sich Qualitätsscout Holger Wegner am Infopavillion beim Alpenpfad an. Rechts Naturpark-Geschäftsführer Jürgen Depenbrock.

„Die Qualitätsoffensive der Naturparke ist ein Instrument zur Selbsteinschätzung und zur kontinuierlichen Verbesserung der Arbeit der Naturparke“, so Depenbrock. Die Hürde diese Auszeichnung zu erhalten, sei hoch. Alle fünf Jahre muss der Titel neu beantragt werden. Allein 100 Fragen mussten im Vorfeld bearbeitet werden. „Manche schaffen es auch nicht“, sagt der Qualitätsscout aus dem Süd-Schwarzwald. Aber die Betroffenen hätten zumindest ein Argument, um künftig mehr politische Unterstützung einzufordern.

Naturparke, die den Titel verliehen bekommen haben, können ihn als Logo für ihre Werbung verwenden. „Außerdem haben wir eine gute Eigenkontrolle und ein Maßstab für unsere Weiterentwicklung“, erklärt Depenbrock.

Ob es mit dem Titel geklappt hat, erfährt das Team des Naturparks Habichtswald erst am 19. September. An diesem Tag findet der Deutsche Naturparktag im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald statt.

Annika Ludolph reist dorthin und hofft, die Auszeichnung für den Naturpark Habichtswald entgegennehmen zu können.

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