Platz für drei neue Gruppen

Nach rekordverdächtiger Bauzeit: Kita-Erweiterung in Dörnberg eingeweiht

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Rundes Vergnügen: Während die Offiziellen um Bürgermeister Thomas Raue, Pfarrerin Katja Friedrichs-Warnke und Dekan Dr. Gernot Gerlach Ansprachen vor der neuen Kita hielten, hatten die Kinder ihren Spaß mit bunten Luftballons.

Nach rekordverdächtiger Bauzeit wurde in Dörnberg die Erweiterung des Kindergartens in Betrieb genommen. 

Bis zur Punktlandung mussten die Nerven der Verantwortlichen im Habichtswalder Rathaus oft leiden: „Wir wollten bis zum 2. September eröffnen, da stand ich bei der Kirche im Wort“, sagte Habichtswalds Bürgermeister Thomas Raue (SPD) am Montag bei der Einweihung des Kindergarten-Neubaus in Dörnberg. Und das bedeutete angesichts des engen Zeitfensters doch argen Stress.

Vor zahlreichen Gästen – überwiegend Dörnberger Eltern, deren Kinder bereits die Kita besuchen oder eben bald eine der neuen Gruppen besuchen werden – skizzierte Raue den Sprint, den man auf der freien Fläche an der Sauren Breite, direkt neben der bestehenden Kita hingelegt hat: Im Januar wurden die Beschlüsse zum Neubau im Parlament gefasst, im März folgte die Auftragsvergabe, Mitte Juni ging es mit den Erdarbeiten los und Ende Juli wurden die Module geliefert, die zur neuen Kita zusammengefügt wurden. Genau 37 containerartige Bauteile wurden zusammengesetzt zu einer Kita, die den Vergleich mit einem massiv gebauten Exemplar nicht scheuen muss.

Davon konnten sich dann auch die Gäste überzeugen: Auf 480 Quadratmetern Grundfläche stehen nun drei Gruppenräume, ein Bewegungsraum, Sanitärbereiche, ein großzügiger Flur und kleinere Funktionsräume zusätzlich zum alten Gebäude, in dem in vier Gruppen bislang knapp 90 Kinder betreut wurden, zur Verfügung.

Hell und geräumig: Einer der Gruppenräume im Neubau der Dörnberger Kindertagesstätte.

Helles Holz und helle Wände dominieren die Optik der Kita-Erweiterung, in der bereits am Montag die ersten Kinder zur Eingewöhnung in die neuen Gruppen einziehen konnten, da man pünktlich zur Einweihung auch die Betriebserlaubnis erhielt. Zunächst werden zwei Gruppenräume in Betrieb genommen, damit ist dann Platz für rund 120 Kinder in der gesamten Kita. Der dritte neue Gruppenraum ist zunächst als Reserve gedacht. All zu lange wird er das vermutlich nicht bleiben. „Wir haben schon etliche Anfragen von Eltern“, sagte Christiane Schütze, stellvertretende Leiterin der Dörnberger Kindertagesstätte, die sich in Trägerschaft der evangelischen Kirche befindet. „Kann gut sein, schon bald die Reservegruppe belegt sein wird.“

Sechs neue Betreuungsstellen wurden mit der neuen Kita geschaffen, in der Kinder im Alter von 22 Monaten bis zur Einschulung betreut werden. Die Kostenschätzung für den Neubau, an dem Arbeiter während der Eröffnung noch mit letzten Arbeiten an den Außenwänden beschäftigt waren, gab Bürgermeister Raue mit 1,35 Mio. Euro an.

Am Montag war neben Besichtigung und Betriebsbeginn auch Gelegenheit für den Dank an alle Beteiligten, den politische Gemeinde und Träger aussprachen. Die Kindergarten-Kinder brachten das auf ihre Weise zum Ausdruck: Sie sangen für ihre Gäste mit Begeisterung zwei lustige Lieder.

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