Salzleitung von K+S: Zierenberg und Habichtswald betroffen

Habichtswald. Der Kasseler Kalikonzern K+S hat anderthalb Jahre lang gewartet auf den ersten Genehmigungsschritt für den Bau einer Salzpipeline von Osthessen zur Oberweser.

Am Montag hat das Raumordnungsverfahren begonnen.

Von den Planungen betroffen sind auch die Kommunen Zierenberg und Habichtswald. Die Salzabfälle sollen in einem Rohr transportiert werden, dessen Verlauf sich teilweise an der Gasleitung Midal orientiert. Von Süden kommend verläuft es vorbei an Ehlen, Gut Bodenhausen, Zierenberg, Laar und Hohenborn und nimmt Kurs auf Hofgeismar und die Weser. Die Bürgermeister der betroffenen Kommunen sind vom eröffneten Raumordnungsverfahren wenig begeistert.

„Vor der Pipeline habe ich mehr Angst als vor der Stromtrasse Suedlink“, sagt Zierenbergs Rathauschef Stefan Denn (SPD). Bei einem Leck in der Leitung werde der Boden verseucht. „Ich halte das für gefährlich“, erklärt Denn, der ankündigt, die Frist von vier Wochen intensiv nutzen zu wollen für eine Stellungnahme. Neben der drohenden Gefahr kritisiert der Verwaltungschef aber auch, dass mit dem Verlauf der Trasse ein enormer Aufwand betrieben werde, der für den Tourismus in der Region und vor allem an Weser und Reinhardswald negative Folgen haben wird. Denn glaubt, dass K+S die Alternativen für den Umgang mit den Salzabfällen nicht hinreichend geprüft hat.

Das sieht sein Habichtswalder Amtskollege Thomas Raue (SPD) ähnlich und bemängelt den „großen Eingriff“ in die Natur. „Mir ist nicht klar, ob die Pipeline und das Speicherbecken im Altkreis Hofgeismar unbedingt sein müssen.“ Aus Sicht seiner Gemeinde könnte es bei der Trinkwasserversorgung zu Problemen kommen. Ein Brunnen befindet sich bei Breitenbach. Inwieweit die Pipeline diesen tangiert, müsse nun geklärt werden.

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