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Goetel will Ehlen mit Glasfaser versorgen und spendiert Geschwindigkeitsanzeige

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Von: Antje Thon

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Geschwindigkeitsmesstafel für die Gemeinde: Habichtswalds Bürgermeister Daniel Faßhauer nimmt die Spende von Goetel-Projektleiter Kommunalvertrieb Burak Gürbüz (rechts) entgegen. Ebenfalls bei der Übergabe sind Shujha Ahmed, Stefan Rosemann und Andreas Kaiser (alle Goetel), Alexander Großmann und Alexander Ashauer (Gemeinde).
Geschwindigkeitsmesstafel für die Gemeinde: Habichtswalds Bürgermeister Daniel Faßhauer nimmt die Spende von Goetel-Projektleiter Kommunalvertrieb Burak Gürbüz (rechts) entgegen. Ebenfalls bei der Übergabe sind Shujha Ahmed, Stefan Rosemann und Andreas Kaiser (alle Goetel), Alexander Großmann und Alexander Ashauer (Gemeinde). © Antje Thon

Das Göttinger Telekommunikationsunternehmen Goetel will Ehlen mit Glasfaser versorgen. Jetzt hat es der Gemeinde eine Geschwindigkeitsanzeige geschenkt.

Habichtswald - Zahlreiche Bürger in Habichtswald kritisieren, dass in Dörnberg und Ehlen zu schnell gefahren wird. Das hört Bürgermeister Dr. Daniel Faßhauer immer wieder in seinen Gesprächen. Daher hat die Kommune zuletzt an verschiedenen Punkten in beiden Orten ihre Geschwindigkeitsmesstafel aufgestellt, um die Fahrzeugführer über das Tempo zu informieren, mit dem sie unterwegs sind. Nun hat sie eine zweite Tafel vom Telekommunikationsdienstleister Goetel gespendet bekommen.

Die Freude darüber im Rathaus ist groß. Denn dort wird bereits eine Warteliste über die Straßen geführt, in der sich die Bürger Tempomessungen wünschen, „weil sie zumindest ein subjektives Empfinden haben, dass dort zu schnell gefahren wird“, sagt Faßhauer. Die Anzeige, die darüber hinaus auch in der Lage ist, über das jeweilige Tempo aller erfassten Fahrzeuge Durchschnittswerte zu ermitteln, soll demnächst in Ehlen am Lohweg und an der Kohlenstraße aufgestellt werden.

Es ist kein Zufall, dass die Goetel gerade jetzt die Anzeige im Wert von 1500 Euro spendiert. Vor wenigen Wochen habe sein Unternehmen in dem Habichtswalder Ortsteil ihre Vertriebsoffensive gestartet, sagt Burak Gürbüz, der für die Goetel als Projektleiter im Bereich Kommunalvertrieb tätig ist. Auch der SV Ehlen soll unterstützt werden. Für jeden Kunden, der sich im Dorf für einen Glasfaseranschluss entscheidet und einen unterschriebenen Antrag mit Verweis auf den Sportverein abgibt, gibt es für die Sportler zehn Euro in die Vereinskasse. Gürbüz sieht das als gesellschaftliches Engagement, „Goetel verfolgt eben nicht nur wirtschaftliche Interessen“.

Den Glasfaserausbau will das Unternehmen vornehmen, sobald 40 Prozent aller Haushalte in Ehlen einen Antrag gestellt haben. Ende Juni soll eine erste Bilanz gezogen werden, bis Ende Juli haben die Bewohner Zeit, sich zu entscheiden. Derzeit liegt die Geschwindigkeit der Internet-Verbindung in dem Habichtswalder Ortsteil fast flächendeckend bei 250 Mbit pro Sekunde. Diese Werte hatte Dörnberg vor einigen Jahren längst nicht erreicht und war deshalb als eines der ersten Dörfer in der Region von der Goetel mit schnellen Glasfaserleitungen versorgt worden.

Sollte die erforderliche Quote zusammenkommen, so Gürbüz, werde der Dienstleister in Ehlen investieren und mit dem Ausbau beginnen. Mit einer Fertigstellung sei nicht vor Ende 2023 zu rechnen. Ganz oben auf der Liste stehe die Grundschule. Während der Anschluss für Kunden in Ehlen kostenlos sei, könnten Interessenten aus Dörnberg zwar ebenfalls einen Antrag bei der Goetel stellen, diese müssten dann jedoch für ihren Anschluss je nach Aufwand bezahlen. (Antje Thon)

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