Photovoltaik

Stromversorgung in entlegener Natur am Hohen Dörnberg

Landrat Andreas Siebert mit Bijan Otmischi (Leiter des Naturparkzentrums, hinten von links), Manfred Schaub, Daniel Klein und Markus Sälzer (Energie 2000).
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Landrat Andreas Siebert freut sich mit Bijan Otmischi (Leiter des Naturparkzentrums, hinten von links), Manfred Schaub, Daniel Klein und Markus Sälzer (Energie 2000) über die aufgewertete Dörnberg-Hütte und präsentiert den Infotafel-Entwurf zur neuen Photovoltaikanlage.

An der Hütte am Hohen Dörnberg wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Damit will der Landkreis Kassel die Nutzungsmöglichkeiten des beliebten Anlaufpunkts attraktiver gestalten.

Dörnberg – Die Smartwatch von Landrat Andreas Siebert hat noch genügend Saft, um am Freitagmittag seine Schritte rauf zur Hütte am Hohen Dörnberg aufzuzeichnen. Würde ihr Akku versagen, könnte er ihn am Ziel mitten in der herrlichen Natur oberhalb der Helfensteine nun sogar aufladen.

Da die von der Kreisjugendförderung gewünschte Stromversorgung aufgrund der Lage nicht über einen Anschluss ans öffentliche Stromnetz möglich war, wurde stattdessen eine aus zwei Solarmodulen mit einer Leistung von jeweils 500 Watt und zwei Speicherbatterien bestehende Photovoltaikanlage installiert, die nun eine LED·Beleuchtung für die Abendstunden speist und eben auch Lademöglichkeiten für Smartphones und andere elektronische Geräte schafft.

Die Sicherheit verbessern und den Charakter des Ortes bewahren

Landrat Siebert, der die Kosten auf rund 2700 Euro beziffert, ist dabei besonders wichtig, „dass es gelungen ist, einen guten Kompromiss zu finden zwischen der Verbesserung der Sicherheit und der Nutzungsmöglichkeiten sowie der Bewahrung des Charakters dieses naturnahen Lernortes“.

Auf der Suche nach Fördermöglichkeit sei die Energieagentur Energie 2000 im Landkreis Kassel angesprochen worden, die unter anderem auch die Photovoltaikanlagen der Planungs- und Betriebs GmbH (PBG) auf den kreiseigenen Gebäuden betreut. „Nach Gesprächen mit der Jugendförderung war der Leistungsumfang der gewünschten Anlage schnell festgelegt“, berichtet Manfred Schaub, Leiter der Energieagentur.

Die Jugendlichen lernen dazu

Besonders groß ist die Freude bei Daniel Klein, Leiter der Kreisjugendförderung, der die Hütte mit ihren neuen Möglichkeiten direkt in den Sommerferien mit zwei Gruppen ausprobieren will. Dass die Nutzung moderner Technik im Bereich der Umweltbildung und bei Freizeitaktivitäten durchaus sinnvoll ist, findet auch er.

„So erfahren die Jugendlichen, dass mit Photovoltaik auch die Versorgung modernster Kommunikationstechnik in entlegenen Gebieten möglich wird“, sagt Klein und fügt augenzwinkernd hinzu: „Ziel ist es aber nicht, hier künftig Gamingsessions zu veranstalten.“ (Sascha Hoffmann)

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