Zwei Dörnbergerinnen wollen helfen

Ein besonderer Adventskalender: Statt Türchen zu öffnen, werden Kisten gefüllt - Spende geht an die Tafel

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Drehen die Adventskalenderidee um und wollen für Klienten der Wolfhager Tafel Lebensmittel sammeln: Bettina Fröhlich-Burkamp (links) und Gabriele Wickel.

Bedürftigen helfen, das wollen zwei Dörnbergerinnen mit dem "umgekehrten Adventskalender".

Eigentlich hat sich Bettina Fröhlich-Burkamp gar nicht viel dabei gedacht, als sie vor ein paar Tagen auf Facebook einen Beitrag von Streetlife Wien teilte. Die Plattform für Straßenfeste in der österreichischen Hauptstadt bewirbt darin den „umgekehrten Adventskalender“, eine Aktion, die der Dörnbergerin gefiel. 

„Die Idee, in der Vorweihnachtszeit den Spieß mal umzudrehen und statt sich selbst tagtäglich über den Inhalt seines Adventskalenders zu freuen, anderen eine Freude zu machen, finde ich einfach fantastisch“, sagt Fröhlich-Burkamp, die ihre Facebookfreunde mit dem Post auf das außergewöhnliche Projekt aufmerksam machen wollte.

Umgekehrter Adventskalender: Es geht darum etwas Gutes zu tun

Dass kurz darauf ihr Telefon klingeln würde, damit hatte die zweifache Mutter allerdings nicht gerechnet. „Das müssen wir unbedingt auch machen“, rief ihr da Gabriele Wickel durch den Hörer zu, und schnell war die Idee geboren, den umgedrehten Adventskalender auch ins Wolfhager Land zu holen. „Es geht darum, Gutes zu tun und den Menschen etwas zu spenden, die es nicht so gut haben, wie man selbst. Das ist doch eine coole Idee“, freut sich Wickel, die allerdings, anders als die Wiener, einen festen Adressaten für die Pakete haben wollte. „Ich habe spontan an die Wolfhager Tafel gedacht, und die hat auch sofort angebissen, weil im Januar wohl immer ein wenig Saure-Gurken-Zeit herrscht.“

Aufruf: Möglichst Viele sollen Lebensmittel-Pakete packen

So will das Dörnberger Duo nun kräftig die Werbetrommel rühren, um möglichst viele Menschen in der Region zum Paketepacken zu animieren. Mitmachen ist ganz einfach: Es braucht nur eine leere Kiste, in die an 24 Tagen jeweils ein haltbares Lebensmittel gepackt wird. „Was in den Kisten landet, entscheidet jeder selbst“, sagt Fröhlich-Burkamp. „Ob Honig, Nudeln, Kaffee, Tee, Konserven oder Süßigkeiten – wichtig ist nur, dass die Waren noch ein paar Wochen haltbar sind, denn wir werden die Pakete erst im Januar an die Tafel übergeben.“

Dass über 24 Tagen schon ein ordentliches Sümmchen zusammen kommen kann, ist den beiden bewusst. „Deshalb animieren wir, sich für das Befüllen einer Adventskalenderkiste einfach zusammenzutun“, sagt Wickel, die neben einer eigenen auch eine gemeinsame Kiste mit ihren Nachbarn packen will. „Zusammen Gutes tun, das ist doch etwas Wunderbares.“

Egal ob fünf oder 500 - jedes einzelne Paket hilft

Was am Ende bei der Adventskalender-Aktion herauskommen wird, das können die beiden Dörnbergerinnen überhaupt nicht einschätzen: „Ob fünf oder 500 Pakete zusammenkommen, jedes einzelne hilft“, sagt Bettina Fröhlich-Burkamp, die im Nachhinein wirklich glücklich ist, vor ein paar Tagen einfach mal eine gute Idee im Internet bei Facebook geteilt zu haben.

Hier kann man den "umgekehrten"Adventskalender abgeben:

Wer am Projekt „Adventskalender andersrum“ zugunsten der Wolfhager Tafel teilnehmen möchte, kann vom 1. bis 24. Dezember eine beliebig große Kiste mit Lebensmittel füllen und im Januar bei den Initiatorinnen in Dörnberg abgeben. Gabriele Wickel (Telefon 05606/9251) nimmt die Spenden am Freitag, 3. Januar, in der Elfbuchenstraße 38 entgegen, Bettina Fröhlich-Burkamp (Telefon 05606/563299) am Donnerstag, 9. Januar, in der Grünen Aue 11 - jeweils zwischen 16 und 20 Uhr.

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