Hallenbäder: Breunas Bürgermeister Henkelmann fordert Entlastung

Unterstützung vom Land: Das fordert der Landessportbund für die Kommunen, die ein Hallenbad unterhalten und dort Schwimmunterricht anbieten, so wie die Gemeinde Breuna. Archivfoto: nh

Breuna. Von 153 Hallenbädern in Hessen sind derzeit 17 geschlossen. Das hat der Hessische Schwimm-Verband (HSV) ermittelt. Ein Großteil der Schließungen geht zurück auf finanzielle Probleme der Betreiberkommunen. Der Präsident des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, hat nun die Politik zum Handeln aufgefordert. Unterstützt wird er dabei von Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann (SPD).

Die Märchenlandtherme in Breuna wird von sieben Grundschulen in der Region für den Schwimmunterricht genutzt. Einen finanziellen Ausgleich bietet das Land Hessen für diese überregionale Aufgabe allerdings nicht an. Dabei wäre der aber mehr als angemessen, sagt Henkelmann. Er schlägt vor, die finanzielle Belastung für die Städte und Gemeinden über den kommunalen Finanzausgleich neu zu regeln. Im Vorfeld eines Treffens der Minister Dr. Thomas Schäfer (Finanzen) und Peter Beuth (Inneres und Sport) am Donnerstag zum Thema Schwimmbadfinanzierung erneuerte auch Dr. Rolf Müller seine Forderung nach einem Bonus für Bäder. „Es müsse eine solidarische Lösung des Problems gefunden werden.“ Ihm schwebt ein Modell ähnlich der Schulumlage vor: Dabei müsste Geld von den Gemeinden eingesammelt werden, die keine Schwimmbäder betreiben. „So würden Betreiberkommunen massiv entlastet.“ (ant)

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