Handwerk sucht händeringend Fachkräfte

Wolfhager Land. Der Fachkräftemangel im Handwerk verschärft sich und macht den Betrieben zu schaffen.

Darauf weist die Kreishandwerksmeisterin der Kreishandwerkerschaft Kassel, Alexandra Kaske-Diekmann, hin. Die Kreishandwerkerschaft Kassel vertritt etwa 4000 Betriebe im Landkreis Kassel und der Stadt Kassel mit rund 20 000 Beschäftigten.

Die Handwerksbetriebe würden einerseits Fachkräfte verlieren, die in die Rente wechselten, darunter erfahrene Gesellen, die nicht immer so ganz einfach zu ersetzen seien. Andererseits werde es für die Betriebe auch immer schwieriger, geeignete Nachwuchskräfte zu gewinnen. „Trotz starker Ausbildungsleistungen in den vergangen Jahren sind qualifizierte Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt nur sehr schwer zu bekommen sind“, erklärt die Kreishandwerksmeisterin.

Umso wichtiger sei es nun für die kleinen und mittleren Betriebe in der Region, verstärkt auf die Suche nach neuen Fachkräften zu gehen und weiterhin ausbildungsfähige Jugendliche sehr engagiert auszubilden.

Das Handwerk versucht deshalb verstärkt Studienaussteiger für eine berufliche Zukunft im Handwerk zu gewinnen. Außerdem sind Zuwanderer in den Fokus der Bemühungen gerückt. Beide Gruppen sollen mit Aktionen gezielt geworben werden.

Doch nicht nur das Handwerk klagt über Nachwuchsmangel, auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) bestätigt dieses drängende Problem für ihre Betriebe. „Gerade kleine und mittlere Unternehmen im ländlichen Raum sind betroffen“, sagt Pressesprecher Andreas Nordlohne. Die Rente mit 63 verschärfe diese Problematik. Die IHK hat verschiedene Strategien entwickelt, um ihre Mitglieder zu unterstützen. Dazu zählen unter anderem Berufswahlbüros in Schulen, ein Demografierechner und eine Azubibörse.

Von Bea Ricken

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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