Marktplatz: Ein voll funktionsfähiger hessischer Landherrenofen der Firma Wotan aus dem Jahr 1930 wird ebenfalls angeboten

Marktplatz: Herrenzimmer sucht ein neues Zuhause

Seit über 100 Jahren befindet sich das Herrenzimmer im Familienbesitz. Doch nun muss sich Carola Nanke-Wegener davon trennen. „Es geht zurück in die alte Heimat“, erklärt die pensionierte Lehrerin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, Ernst-August Wegener, zieht sie in ihr Elternhaus nach Bad Zwischenahn und löst daher das große Haus in Nothfelden auf. Leicht fällt es ihr nicht, sich von dem Herrenzimmer zu trennen, das ihr Urgroßvater einst in Breslau für ein Gutshaus in Reichenstein gekauft hat, doch in dem neuen alten Heim ist einfach kein Platz dafür.

Prunkstück des Herrenzimmers ist der große Schrank aus Wurzelholz und Eiche. Dieser hat die stolzen Maße 2,30 Meter Breite x 2,10 Meter Höhe x 0,55 Meter Tiefe.

In der Mitte der beiden Holztüren gibt eine Glasscheibe den Blick auf wertvolles Porzellan preis. Hinter den Holztüren befinden sich je fünf Fächer, die man aber problemlos erweitern könne, wie Carola Nanke-Wegener erklärt. Auch wenn der Schrank groß, wuchtig und schwer erscheint, lässt er sich problemlos demontieren und transportieren. Dies gilt auch für den großen Schreibtisch, an dem der Gutsherr einst Platz genommen hat. Dessen Platte lässt sich abnehmen, sodass der Transport leichter fällt. Dennoch sollte man vielleicht nicht auf die Hilfe von kräftigen Helfern verzichten, wenn man den Transport des Herrenzimmers plant.

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Marktplatz: Herrenzimmer sucht ein neues Zuhause

Öffnet man die Türen der Schränke, sieht man, dass bei der Herstellung vor über einem Jahrhundert bereits auf die Details geachtet wurde. Hier befinden sich fein gearbeitete Intarsien. Zum Schreibtisch gehört selbstverständlich ein angemessener Sessel und vervollständigt wird das Ensemble mit einem kleinen Rauchtisch, der einst die Rauchwaren der Herren beherbergte.

In unmittelbarer Nähe zum großen Schrank befindet sich im Wohnzimmer der Wegeners ein wunderschöner hessischer Landherrenofen aus dem Jahr 1930. Gefertigt von der Firma Wotan, schmückte und wärmte er einst das Waldhaus eines befreundeten Ehepaares, bevor er in Nothfelden Einzug hielt. Der Ofen ist nicht nur hübsch anzusehen, er ist auch voll funktionstüchtig und verfügt sogar über einen Backofen. „Leider wollen die neuen Besitzer des Hauses den Ofen nicht mit übernehmen“, erklärt Ernst-August Wegener, „ihnen schwebt ein ganz anderes Ofenmodell vor.“ Auch vor dem Transport des Ofens braucht man keine Angst zu haben. Er lässt sich problemlos in drei Teile separieren, die mit Hilfe von Schrauben verbunden sind.

Am liebsten wäre es Carola Nanke-Wegener, wenn sie das Herrenzimmer komplett an einen neuen Besitzer verkaufen könnte. „Ich wünsche mir, dass es in gute Hände kommt und weiterhin so sehr geschätzt wird, wie es meine Familie über all die Jahre getan hat.“

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