Ippinghäuser Schützenbruderschaft: Schwerstarbeit mit Pritsche

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Schützenbruderschaft Ippinghausen – der neue historische Vorstand: (von links) Christoph Schäfer, Remo Regelin, Marc Amrhein, Stephan Opfermann, Carsten Sievers, Tobias Hühne und Udo Bertelmann.

Ippinghausen. Gut zu Fuß mussten sie sein, die 130 Mitglieder der Ippinghäuser Schützenbruderschaft. Denn während ihres Traditionsschützenfestes marschierten sie während der drei Festtage fünf Mal kreuz und quer durch den Ort. Die älteren Brüder hatten es etwas einfacher, sie wurden in einem Pferdewagen kutschiert.

Höhepunkt war am Pfingstsamstag der große Umzug durch das Dorf. Unterstützung erhielt die Bruderschaft von den befreundeten Traditionsschützenvereinen aus Freienhagen und Viesebeck sowie einer Delegation der Naumburger Karnevalsgesellschaft. Musikalisch begleitet wurden sie vom Feuerwehr-Spielmannszug, der Naumburger Stadtkapelle und den Spitzbuben aus Oelshausen. Mit im Zug befanden sich die drei Heiligtümer der Bruderschaft: die Lade und die beiden kostbaren Traditonsfahnen.

Bei jedem Stopp hatten die Siebener, das sind die Schützenmeister des Vorjahres, der Pritschenmeister und der erste Fähnrich Schwerstarbeit zu leisten. Aufgabe der mit einer weißen Schürze bekleideten Siebener ist es, die Zugteilnehmer mit Marschverpflegung zu versorgen. Zeigte der hochprozentige Genuss Wirkung, musste der Knecht als Pritschenmeister die aus der Reihe tanzenden Brüder mit der Pritsche durch leichte Schläge auf den Hintern zu Zucht und Ordnung rufen. Ehrenvolles Amt des Fähnrichs war es, nach dem Antreten und während der Parad unter Trommelwirbel des Tambours die Brüder mit der Fahne zu segnen.

Zucht und Ordnung: Knecht und Pritschenmeister Christoph Schäfer (links) ruft Marc Amrhein mit leichten Schlägen auf das Hinterteil zur Räson.

Neben den Umzügen, beginnend mit einem Fackelzug durch das Dorf, den Tanzabenden mit DJ Swing und der Showband „Die Bamberger“, dem Zeltgottesdienst mit Abendmahl, dem Schützenfrühstück und dem bunten Jahrmarktstreiben rund um das Festzelt bildete die Stellenversteigerung einen weiteren Höhepunkt, wobei der Verkauf der Ämter an die neuen Funktionsträger unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand.

Amtsinhaber der Bruderschaft

Die Ämter der Ippinghäuser Schützenbruderschaft wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit ersteigert. Der neue Vorstand setzt sich wiefolgt zusammen. Erster Schützenmeister: Udo Bertelmann, zweiter Schützenmeister: Christoph Schäfer; erste Fahne: Remo Regelin, zweite Fahne: Tobias Hühne; Hauptmann: Carsten Sievers; Adjutant: Marc Amrhein; Feldwebel: Stephan Opfermann.

Der letztjährige Hauptmann Thomas Schaake ist neuer Knecht und Pritschenmeister. (zih)

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