Kreisjagdverein appelliert an Wald- und Feldbesucher

Hauptjagdzeit beginnt: Jäger bitten um Beachtung der Schilder

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Warten auf das Wild: Vom Hochsitz aus sehen die Jäger das Wild auf sich zu kommen. Da die Schüsse in Richtung Boden abgegeben werden, dient die Erde als Schussfang, falls das Tier verfehlt wird.

Wolfhager Land. Im Oktober beginnt die Hauptjagdsaison. Darauf weist der Kreisjagdverein (KJV) Wolfhagen hin, in dem sich mehr als 300 Jäger aus dem Kreisteil zusammengeschlossen haben. Er appelliert an Wald- und Feldbesucher, auf Warnhinweise zu achten.

Im Herbst und Winter laufen die Bewegungsjagden, wie die Jäger die Treib- oder Drückjagden nennen. Rot umrandete Dreiecke mit Aufdrucken wie „Treibjagd“ oder „Vorsicht Jagd“ machen an Straßen sowie Wald- und Feldwegen darauf aufmerksam. Der stellvertretende Vorsitzende des KJV Wolfhagen, Dr. Reinhard Butte, bittet Spaziergänger, Jogger, Reiter, Pilzsammler und andere Naturfreunde, die jeweiligen Warnschilder zu beachten.

„Es gehört zur Sorgfaltspflicht, die Schilder aufzustellen. Nun ist es wichtig, dass Waldbesucher sie auch beachten“, so Dr. Butte.

Auf Sicherheit im Jagdbetrieb werde in Ausbildung und Praxis größter Wert gelegt. Um Jagdteilnehmer und Unbeteiligte vor Gefahren zu schützen, gelten strenge Regeln. Insbesondere bei Treibjagden müssen sich alle Beteiligten durch signalfarbene Kleidung deutlich von der Umgebung abheben. Das Jagdgebiet ist für Erholungssuchende in der Regel deutlich gekennzeichnet, und das Schussfeld für jeden einzelnen Schützen ist duch sogenannte Schusskorridore genau festgelegt.

Hochsitze und erhöhte Stände sorgen dafür, dass Schüsse in Richtung Boden abgegeben werden. Die Erde dient also als natürlicher Kugelfang.

Bei Bewegungsjagden ziehen zahlreiche Treiber und Hunde langsam durch den Wald. Durch die dabei entstehende Unruhe werden Rehe, und Wildschweine auf die Beine gebracht.

Mit den Bewegungsjagden, erfüllen Jäger einen Großteil der staatlichen Abschusspläne und produzieren dabei Wildfleisch, ein hochwertiges Nahrungsmittel aus nachhaltiger Nutzung“.

Jagd reguliert Bestände 

Ohne Bejagung würden sich beispielsweise Pflanzenfresser wie Reh- oder Rotwild stark vermehren und Bäume im Wald schädigen. Wildschweine könnten ihren Bestand ohne Jagd übers Jahr sogar vervierfachen.

Dadurch wären landwirtschaftlich genutzte Flächen bedroht. Aber auch anpassungsfähige Räuber wie der Fuchs könnten ohne Jagd die sowieso stark bedrohten Kleinsäuger und bodenbrütende Vogelarten regional auslöschen, unterstreichen die Jäger die aus ihrer Sicht sinnvollen Treibjagden. Zudem weist der stellvertretende Vorsitzende darauf hin, dass die Jagd vergleichsweise sicher sei. (red/mso)

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