Sport unter Corona Regeln beim TSV Naumburg

Jugendtraining beim TSV Naumburg in schweren Zeiten

Geben gemeinsam alles für ein sicheres Training in Coronazeiten: Elisabeth Jacobi, Sohn und Nachwuchstrainer Lukas und Tatiana Schulz-Seitz mit ihrem Leichtathletiknachwuchs.
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Geben gemeinsam alles für ein sicheres Training in Coronazeiten: Elisabeth Jacobi, Sohn und Nachwuchstrainer Lukas und Tatiana Schulz-Seitz mit ihrem Leichtathletiknachwuchs.

Sie kümmern sich uneigennützig um ihre Mitmenschen. Selbstloses Engagement eint die Alltagsengel unserer Serie. Heute: Elisabeth Jacobi und ihre Freunde der TSV Eintracht Naumburg, stellvertretend für alle ehrenamtlichen Vereinsmacher im Wolfhager Land.

Naumburg – Bälle sausen kreuz und quer durch die Turnhalle der Elbetalschule. Gut zehn Jugendliche kämpfen um sie, laufen vergnügt hinter ihnen her, alle haben Riesenspaß und powern sich mal wieder richtig aus. Es ist nicht immer so, wenn Elisabeth Jacobi und ihre Kollegen der Naumburger TSV-Leichtathletikabteilung mittwochabends ihr Jugendtraining eröffnen. Immer öfter bietet sich ihnen dann ein eher trauriges Bild.

„Vergangene Woche waren gerade mal vier Jugendliche da, vor Corona waren es gern auch mal 20 bis 25“, sagt Jacobi, die seit Monaten mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen hat.

Sie weiß, was das Problem ist: Angst. „Viele Eltern haben Sorgen, weil ihre Kinder ja schon in der Schule so vielen Kontakten ausgesetzt sind, da wollen sie im Freizeitbereich möglichst vorsichtig sein.“

Sie kann es verstehen, ist sie schließlich selbst dreifache Mutter und weiß, wie herausfordernd die aktuelle Zeit ist. Was sie aber auch weiß: „Wir beim TSV tun seit Monaten alles erdenklich Mögliche, um den Trainingsbetrieb sicher zu gestalten und so langfristig aufrecht zu erhalten.“ Das sei jetzt noch wichtiger denn je, neben der körperlichen Fitness nämlich sei auch ein aktiver Ausgleich zur Dauerbelastung durch die Pandemie nicht zu unterschätzen. Schon zu Beginn, als Corona für alle noch neu war, seien sie deshalb aktiv geworden, hätten in unzähligen Telefonkonferenzen und WhatsApp-Chats Hygienekonzepte ausgetüftelt, sie immer wieder an die Entwicklung aktuell geltender Regeln angepasst und Trainingsabläufe entsprechend der Aha-Regeln geändert, etwa nur noch kontaktfreie Sportarten angeboten.

Alle Trainer seien doppelt geimpft, die Testhefte der Teilnehmer würden grundsätzlich und für alle selbstverständlich kontrolliert und bevor das Training losgehe, würden sich alle die Hände desinfizieren.

„Wir machen uns wirklich viele Gedanken, arbeiten seit vielen Monaten unter erschwerten Bedingungen, natürlich ehrenamtlich, wie so viele Menschen in anderen Vereinen auch“, sagt die 44-Jährige und ist ein wenig traurig, dass sich die Teilnehmerzahl bei den Kindern und Jugendlichen dennoch teils mehr als halbiert hat.

Grund, den Kopf in den Sand zu stecken und das Training bis zu einer hoffentlich baldigen Entspannung der Situation ruhen zu lassen, das komme für sie und ihre Trainerfreunde trotzdem nicht in Frage. „Daniela Zorn-Mette, Herbert Bartsch, Tatiana Schulz-Seitz, Christiane Steffen und ich arbeiten mittlerweile seit rund acht Jahren im Team, das funktioniert einfach super, weil sich jeder auf jeden verlassen kann und der Spaß am Sport sowie die Liebe zur Bewegung immer im Vordergrund stehen.“

So seien auch schwierige Zeiten zu überstehen, ist Jacobi überzeugt und freut sich, dass zumindest diese Woche schon mal wieder ein paar Teilnehmer mehr zum Training gekommen sind und um die Bälle kämpfen, die kreuz und quer durch die Halle sausen. (Sascha Hoffmann)

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