Wenn Kater und Katze eigene Pläne haben

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Spielen macht müde: So ein kleines Katzenkind braucht seine Ruhepausen.

Es hat schon einen guten Grund, warum Katzenvideos im Internet so beliebt sind. Die kleinen Fellnasen sind einfach schön. Es gibt nur eine Sache, die solche Filmchen toppt: Katzenkinder in natura zu erleben.

Obwohl Helga Zellerhorst aus Wolfhagen-Viesebeck seit über 30 Jahren Katzen der Rasse Britisch Kurzhaar züchtet, kann sie sich an den kleinen Kätzchen gar nicht sattsehen, die derzeit ihr Esszimmer besetzt haben. Gleich zwei Würfe tummeln sich in dem Raum. Während die eine Gruppe zehn Wochen alt ist und derzeit ein wenig fremdelt, kennen ihre sechs Wochen alten Halbgeschwister nach kurzer Zeit kaum noch Berührungsängste. Gut bewacht von Mutter Annabell vom Chattengau, die dem Treiben lässig aber aufmerksam zuguckt, stürzen sich Isis, Ida, Ivy, Idefix, Igor und Indi auf die Besucher. Eine offene Kameratasche wird genauso schnell erkundet wie ein loser Schnürsenkel. Und wenn ein Mensch mit Kamera mal für ein paar Minuten still auf dem Boden sitzt, kann er schließlich auch als Kletterobjekt genutzt werden.

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Marktplatz: Wenn Kater und Katze andere Pläne haben

Aber auch dem Kuscheln sind die kleinen Colourpoints mit den blauen Augen gar nicht abgeneigt. Vertrauensvoll schmiegen sie sich an und lassen schon ein leises Schnurren hören, wenn sie vorsichtig gestreichelt werden.

Währenddessen sitzen H. Casper, Hobbit, Hannibal, Humphrey und Henry auf dem Kratzbaum in sicherer Höhe und beobachten das Geschehen lieber aus der Entfernung. Ein zart dargebotener Zeigefinger zum Schnuppern wird nur mit einem Naserümpfen und Zurückzucken quittiert und sowieso sind die kleinen Herren ja so was von müde. Mutter Lilly lässt ihre großen Jungs mit den Farben Blue und Blue Silver Tabby schon mal alleine und glänzt derzeit durch Abwesenheit.

„Eigentlich sollte mein Kater Caspar von der Federwolke nur noch der Vater eines letzten Wurfes werden“, erklärt Helga Zellerhorst, „aber er und Annabell hatten andere Pläne. So habe ich jetzt elf Kätzchen, die ein neues Zuhause suchen.“

Früher hätte sie oft ihre Katzen auf Ausstellungen präsentiert und dort alles erreicht, was es zu erreichen gab, so die Züchterin, aber heute mache ihr das keinen Spaß mehr. „Ich habe nur die großen Pokale behalten, die kleinen habe ich dem Nachbarn fürs Kinderschwimmen geschenkt. Der ersetzt die Katzen darauf durch ein Seepferdchen und die Kinder haben eine Freude.“

Dennoch ist sie sichtbar stolz auf ihre Zucht und zeigt Fotos, die sie von den Käufern ihrer Katzen erhalten hat und berichtet von gelegentlichen Anrufen. „Ich bin dankbar, dass alle ein so tolles Zuhause gefunden haben. Ich schaue mir die Leute ganz genau an und gebe die Katzen nur ab, wenn ich mir sicher bin, dass sie in gute Hände kommen.“ Alle Kätzchen sind vollständig geimpft und werden mit Papieren abgegeben, was bei dem jüngeren Wurf Ende Februar sein wird. (Gitta Hoffmann)

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