Keine Kinder im Nest: Störche haben nicht gebrütet

Wo ist das Liebespaar? Die Störche, die im vergangenen Jahr im Glockenborn brüteten, sind nicht zurückgekehrt. Archiv-Foto 

Wolfhagen. In diesem Jahr wird es keinen Storchennachwuchs im Bründerser Glockenborn geben. Der Horst auf der Rinderweide ist leer. Im März und April waren Störche da. „Sie sind aber leider wieder abgezogen", bedauert Stephan Schmidt von der Stadt Wolfhagen.

Warum das Paar, das im vergangenen Jahr im Glockenborn gebrütet hatte, nicht wieder gekommen ist, kann Schmidt nicht sagen. Vielleicht sei ihnen auf dem Vogelzug etwas zugestoßen. Auch den Horst in Wenigenhasungen hat kein Paar bezogen. Bei der Ansiedlung von Störchen seien die ersten Jahre die schwierigsten. Dies zeigten Erfahrungen in anderen Regionen. „Man muss da Geduld haben“, so Schmidt. Dabei hatte die Stadt die Kinderstuben gut vorbereitet und gereinigt. Kontrolliert wurden vor allem auch die Abflusslöcher in den Nestern, durch die Wasser nach außen fließen kann, damit sich das Drama vom vergangenen Jahr nicht wiederholen sollte.

Seinerzeit hatte erstmalig ein Storchenpaar im Glockenborn gebrütet, ein Ereignis, auf das Naturschützer seit der Renaturierung des Gebietes jahrelang gewartet hatten. Drei kleine Störche wurden im Nest versorgt, bevor es kalt wurde und tagelang stark regnete. Die Kleinen starben im eiskalten Wasser, das durch verstopfte Löcher nicht abfließen konnte. Den Abfluss hatte die Stadt auch im vergangenen Jahr überprüft, doch andere Vögel nahmen vor den Störchen bereits das Nest in Beschlag und schafften Nistmaterial herbei. Die Störche polsterten die Kinderstube dann noch zusätzlich aus. Die Fürsorge bedeutete schließlich den Tod für die Kleinen, weil das Nest damit dicht abgeschlossen war.

„Wir hoffen nun, dass es im nächsten Jahr mit dem Storchennachwuchs klappt“, sagt der Glockenborn-Beauftragte Stephan Schmidt.

Von Bea Ricken

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