Wie Anke Jauss und ihr Pferd Kinder verzaubern wollen

Bad Emstalerin verschenkt zu Weihnachten Zeit mit ihrem Pferd

Freuen sich auf Besuch: Anke Jauss mit Pferd Benni und Sohnemann Tom.
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Freuen sich auf Besuch: Anke Jauss mit Pferd Benni und Sohnemann Tom.

Überall im Wolfhager Land machen sich Weihnachtswichtel auf den Weg, um ihren Mitmenschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Einige dieser Freudenbringer stellen wir täglich bis Heiligabend vor.

Sand – Zeit ist etwas Kostbares. Sie zu verschenken, etwas Besonderes – erst Recht, wenn man es uneigennützig tut, ganz einfach, um anderen eine Freude zu bereiten. Genau das ist der Plan von Anke Jauss, die dafür gemeinsame Sache mit dem Christkind macht und außerdem ganz auf die tierische Unterstützung ihres vierbeinigen Freundes Benni setzt. „Verschenke zu Weihnachten Zeit mit meinem Pferd“, hat die 39-Jährige gerade via Facebook die Social-Media-Welt wissen lassen und hofft nun, dass sich viele Kinder melden werden. Jauss weiß genau, wie es sich anfühlt, als kleines Mädchen mit großen Augen vor einem Pferd zu stehen und sich nichts sehnlicher zu wünschen, als Zeit mit ihm zu verbringen. „Ich war selbst als Kind der Klassiker, der ein paar mal im Jahr auf dem Bauernhof unendlich dankbar war für Pferdezeit, weil ich selbst keines haben konnte“, erinnert sie sich, wie unsagbar schön und entspannend es für sie war, ein Pferd ausgiebig striegeln, putzen, knuddeln und natürlich auch ein paar Runden reiten zu dürfen.

Mit der aktuellen Aktion gehe es ihr nicht darum, den kleinen Pferdefreunden etwas beizubringen, sie möchte nur eins: In dieser schweren Zeit so viele Kinder wie möglich glücklich machen. „Durch Corona mussten und müssen alle ganz schön viel einstecken, sei es in der Schule, im Kindergarten oder allgemein im Umgang mit Freunden, deshalb ist es in diesem Jahr umso wichtiger, auch für kleine Freuden zu sorgen.“ Und weil die Niedensteinerin weiß, dass viele Menschen durch Kurzarbeit oder sogar Jobverlust aktuell finanziell keine großen Sprünge machen können, wolle sie zumindest das tun, was ihr problemlos möglich sei: Pferdezeit verschenken.

„Es gibt doch nichts Schöneres, als einfach mal im Stroh herumzuwuseln, mit dem Tier zu kuscheln und dabei all die Sorgen des Alltags zu vergessen“, sagt sie und beschreibt, wie die Begegnung mit Benni aussehen könnte. „Wir würden ihn zunächst gemeinsam von der Weide oder aus seinem Offenstall in Bad Emstal holen, das Halfter aufziehen, gemeinsam putzen und dann schauen, ob wir eine Runde reiten oder spazieren gehen.“ Benni mache nahezu alles mit, er sei „ein wirklich umgängliches Kerlchen“, erst recht, wenn man die ein oder andere Möhre für ihn aus der Tasche zaubere. „Er ist ein klassischer Haflinger und von Natur aus tiefenentspannt, ein absoluter Glücksfall, Eltern brauchen sich wirklich keinerlei Sorgen machen, wenn sie ihm ihre Kinder anvertrauen.“ Tatsächlich habe Bennito, wie Benni wirklich heißt, einen besonderen Zugang zu Kindern, sei an sie gewöhnt und mache geduldig fast alles mit und liebe es, von Jauss’ Sohn Tom ausgiebig an den Ohren gekrault zu werden. Was genau bei der tierischen Traumerfüllung passieren wird, will Jauss, die als Mediatorin und Controllerin arbeitet, ganz davon abhängig machen, was das jeweilige Kind gern möchte, kann und sich vor allem auch zutraut. Nicht jeder nämlich traue sich aufs Pferd, dann bleibe aber immerhin noch ein ausgiebiger Spaziergang durch die Emstaler Felder, oder aber auch jede Menge Zeit im Stall, und auch das sei wirklich kostbare Zeit. (Sascha Hoffmann)

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