Interviewer kommen in Haushalte

Kleine Volkszählung: Etwa 400 Personen im Wolfhager Land werden befragt

Wolfhager Land. Die Lebensumstände von etwa 400 Menschen aus dem Wolfhager Land werden in diesem Jahr im Zuge des Mikrozensus erfragt. 

Die Haushalte, in denen die Personen leben, werden per Zufall ausgesucht. Die Daten fließen ein in eine hessenweite Statistik. Wie viele Familien mit Kindern gibt es in Hessen? Wie hoch ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund? Die Volkszählung soll Antworten auf diese und weitere Fragen liefern. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, werden hessenweit etwa 60.000 Personen in rund 30.000 Haushalten befragt. Davon betroffen sind im Landkreis Kassel knapp 2500 Menschen. Die Daten aus Hessen sind Bestandteil einer deutschlandweiten Befragung. Den Mikrozensus gibt es seit 1957, bei einem Prozent aller Haushalte werden die Infos erhoben. Der Zensus ist die größte jährliche Befragung dieser Art in Europa.

Um die Repräsentativität und die Aktualität der Mikrozensusergebnisse zu gewährleisten, habe der Gesetzgeber für einen Großteil der Fragen Auskunftspflicht vorgegeben, sagt Lars Redert, Leiter des Referats „Private Haushalte“ beim Hessischen Statistischen Landesamt. Welche Haushalte einbezogen werden, entscheidet ein mathematisches Zufallsverfahren. Alle Angaben werden nach den gesetzlichen Bestimmungen geheim gehalten und nur für statistische Zwecke verwendet.

Im Wesentlichen werden im Mikrozensus persönliche Merkmale wie Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, schulische und berufliche Bildung, Erwerbstätigkeit, Arbeitssuche sowie Lebensunterhalt erhoben. Auf Basis des neuen Mikrozensusgesetzes werden nun erstmals Fragen zur Kinderbetreuung und zu der im Haushalt vorwiegend gesprochenen Sprache gestellt. Die Daten sind für Politik, Wissenschaft, Medien und Bürger eine wichtige Informationsquelle.

Im Auftrag des Hessischen Statistischen Landesamts befragen über 100 Interviewer jeden Monat rund 2500 Haushalte. Sie kündigen ihren Besuch einige Tage zuvor durch ein Anschreiben samt begleitendem Informationsmaterial an. Die Mitarbeiter können sich durch einen Ausweis des Hessischen Statistischen Landesamts legitimieren und sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die einfachste Art der Auskunftserteilung ist das persönliche Interview. Sollte eine persönliche Befragung nicht möglich sein, können die Auskünfte telefonisch dem Erhebungsbeauftragten gegeben werden. Alternativ können die Haushalte einen Papierfragebogen ausfüllen.  


Rubriklistenbild: © dpa

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