Kommentar zur Wahl in Habichtswald: "Es fehlt am Wir-Gefühl"

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HNA-Redakteurin Antje Thon.

Habichtswald. Mit 77,5 Prozent hat Thomas Raue (SPD) die Wahl gewonnen. Er bleibt damit Bürgermeister in Habichtswald. Enttäuschend: Nur 44,8 Prozent der Wähler gingen am Sonntag ihre Stimme abgeben. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteurin Antje Thon.

Habichtswald hat gewählt und sich für Amtsinhaber Thomas Raue entschieden. Damit war zu rechnen, sogar mit dieser Eindeutigkeit. Herausforderer Harald Klippert hat die Wähler mit seinem Gegenentwurf nicht überzeugt. Kaum Ideen zu haben und wie er selbst sagte, darauf zu warten, dass die Habichtswalder ihm ihre Wünsche vortragen, um sie dann umzusetzen, war den Wählern zu wenig.

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Raue hat in den vergangenen Jahren einen soliden Job gemacht. Mit ihmhat die Gemeinde ein jüngeres, ein moderneres Image bekommen. Der 48-Jährige hat Prozesse in den Bereichen Tourismus, demografischer Wandel und neue Wohnkonzepte für ältere Menschen angestoßen, die er in den kommenden sechs Jahren mit Erfolgen krönen will. Ihm trauen die Wähler zu, dass er die Aufgabe packt.

Eine Ohrfeige ist die geringe Wahlbeteiligung: Kaum 45 Prozent haben ihr Recht genutzt, über die Zukunft ihrer Gemeinde zu entscheiden. Ein starkes Wir-Gefühl sieht anders aus – dies zu ändern, sollte Raue in seine Arbeitsliste mit aufnehmen.

Schreiben Sie eine Email an die Autorin:  ant@hna.de

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