Kreis Kassel eröffnet weitere Flüchtlingsunterkünfte

Wolfhagen. Damit der Landkreis Kassel die zunehmende Zahl von Flüchtlingen unterbringen kann, werden in den kommenden Monaten weitere Gemeinschaftsunterkünfte eröffnet.

„Ende August lebten 1291 Asylbewerber im Kreis, bis zum Ende des Jahres rechnen wir mit 1800", erklärt Vizelandrätin Susanne Selbert auf HNA-Anfrage. Von den vielen tausend Flüchtlingen, die in diesen Tagen von Ungarn gekommen sind, sind dem Kreis noch keine zugewiesen worden, weil sie zunächst in Erstaufnahmelagern untergebracht wurden.

Damit der Landkreis die zunehmende Zahl von Flüchtlingen unterbringen kann, werden in den kommenden Monaten weitere Gemeinschaftsunterkünfte eröffnet. „Ende August lebten 1291 Asylbewerber im Kreis, bis zum Ende des Jahres rechnen wir mit 1800“, erklärt Vizelandrätin Susanne Selbert auf HNA-Anfrage. Von den vielen tausend Flüchtlingen, die in diesen Tagen von Ungarn gekommen sind, sind dem Kreis noch keine zugewiesen worden, weil sie zunächst in Erstaufnahmelagern untergebracht wurden.

In der größten Gemeinschaftsunterkunft in der Wolfhager Pommernanlage wird gerade das fünfte Haus hergerichtet. Aktuell sind in den früheren Mannschaftsunterkünften der Bundeswehr 380 Asylbewerber untergebracht. Anfang Dezember sollen weitere 80 einziehen. Zeitgleich wird die Jugendherberge in Bad Karlshafen belegt. Hier schätzt Selbert die Zahl der Plätze auf 70.

In das ehemalige Bürogebäude von Sagaflor in Baunatal sollen bereits Anfang Oktober bis zu 140 Flüchtlinge einziehen. Ebenfalls Anfang Oktober stehen in der Fritz-Erler-Anlage in Fuldatal-Rothwesten 85 Wohnplätze zur Verfügung. „Ende des Jahres kommen in der Erler-Anlage noch 85 weitere hinzu“, erklärt die Vizelandrätin. Auf HNA-Anfrage betont sie, dass die Unterbringung in Zelten für den Landkreis auf keinen Fall infrage komme. Dies sei auch nicht nötig, da der Landkreis auch für die Zukunft noch weitere Immobilien in petto habe.

Rund 27 Prozent der Asylbewerber leben aktuell in Privatwohnungen, die sich im gesamten Landkreis verteilen. In Gemeinschaftsunterkünften leben die meisten in Wolfhagen, gefolgt von Fuldatal, Vellmar und Helsa. Dem Landkreis sei es wichtig, die Flüchtlinge möglichst schnell in private Wohnungen zu vermitteln. Nur so könne Integration stattfinden, sagt Selbert.

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Rubriklistenbild: © dpa

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