225 Kilogramm pro Einwohner

Bewohner im Kreis Kassel produzieren am meisten Biomüll in Hessen

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Wird rege genutzt: Die Biomülltonne des Kreises.

Kreis Kassel. Die Einwohner des Kreises Kassel produzieren besonders viel Bio- und Grünabfall. Mit 225 Kilogramm Bioabfall pro Einwohner liegt der Kreis hessenweit an der Spitze.

Die durchschnittliche Sammelmenge liegt in Hessen bei 136 Kilogramm pro Jahr und Einwohner, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Spezifische Zahlen für das Wolfhager Land gebe es allerdings nicht: „Unsere Sammelfahrten finden teilweise über die Grenzen des Altkreises hinaus statt", sagt Kühlborn.

Die Menschen im Landkreis Kassel verursachten 2015 insgesamt 571 Kilogramm Müll. „Dieser Abfall wurde zu 97 Prozent weiterverwertet“, sagt Kühlborn. Nur drei Prozent der Abfälle hätten nicht verwertet werden können. Allein 56 Prozent dieser Abfallmengen konnten recycelt werden. Darunter fallen auch alle Bioabfälle, die vergoren und anschließend zu Biogas oder Kompost verarbeitet werden, sagt Kühlborn. Aber auch Altpapier, Elektrogeräte und Kunststoffe zählen zu den wiederverwendbaren Abfällen.

Dass die Einwohner im Kreis Kassel so viel Bio- und Grünabfall produzieren, hänge vor allem mit der gebührenfreien Biotonne zusammen, die jedem Grundstück im Kreis zustehe, sagt Kühlborn. „Der Landkreis will die Bioabfallverwertung aber noch weiter ausbauen.“ Dazu sollen mehr Küchenabfälle in Biotonnen erfasst werden. Zusätzlich biete der Kreis Biobeutel aus kompostierbaren Materialien als Sammelhilfe an.

Auch das Altpapier werde im Kreis gebührenfrei direkt an den Grundstücken abgeholt, weshalb der Papiermüll mit 85 Kilogramm pro Einwohner ebenfalls höher ist als der hessische Durchschnitt mit 76 Kilogramm pro Einwohner und Jahr, sagt Kühlborn. Der Anteil des Restabfalls am gesamten Müllaufkommen betrage nur 28 Prozent. Dieser werde zu Ersatzbrennstoff aufbereitet und energetisch verwertet.

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