Gremium des Landkreises hat sich neu konstituiert 

Denkmalbeirat hat Substanz im Blick

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Hans-Dieter Baller

Kreis Kassel. Der Denkmalbeirat des Landkreises Kassel hat sich neu konstituiert. Zum Vorsitzenden des Gremiums wurde erneut der Ahnataler Architekt und Denkmalexperte Hans-Dieter Baller gewählt. Stellvertretender Vorsitzender wurde Landrat a. D. Dr. Udo Schlitzberger (Calden)

Schlitzberger hatte diese Funktion bereits im letzten Denkmalbeirat wahrgenommen. Geschäftsführer des Denkmalbeirats bleibt Reinhard Petersen (Immenhausen).

„Der Denkmalbeirat erfüllt eine wichtige Aufgabe, da er die Entscheidungen der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Kassel beim Fachbereich Bauen und Umwelt unterstützt und auch immer wieder auf Missstände im Bereich des Denkmalschutzes im Kreis hinweist“, betont Landrat Uwe Schmidt (SPD). So weise der Denkmalbeirat immer wieder auf die Notwendigkeit des Erhalts der historischen Dorfkerne und der Fachwerk-substanz im Landkreis hin.

Abriss bleibt Thema

Die Arbeit des neuen Denkmalbeirats wird von den Folgen des demographischen Wandels bestimmt. „In vielen Kommunen im Landkreis wird auch weiterhin das Thema Abriss von denkmalgeschützten, aber nicht mehr bewohnten und auch nicht mehr vermarktbaren Häusern auf der Tagesordnung stehen“, befürchtet Schmidt. Den richtigen Weg zwischen dem Erhalt denkmalgeschützter Bausubstanz und den Interessen von Gebäudeeigentümern und Kommunen zu finden, werde nicht einfach sein.

Schmidt: „Die gute Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege macht mich jedoch optimistisch, dass wir hier zu vertretbaren Lösungen kommen werden“.

„Oft würden die Verantwortlichen vor Ort eingeschaltet, wenn ein Haus oder ein Ensemble in Mitleidenschaft gezogen sei, und dieses Mitglied schaltet die Untere Denkmalschutzbehörde ein“, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn. Aber das sei keine Einbahnstraße, genau so gut würde auch umgekehrt gehandelt. Der Denkmalbeirat tage zwei Mal im Jahr, meistens im Frühjahr und im Herbst.

Mittlerweile sei die Denkmalpflege sehr offen. „Deshalb ist es gut, wenn Menschen, die sich in ihrem Ort auskennen, beratend zur Seite stehen“, sagte Kühlborn. Denn die Denkweisen vor Ort seien manchmal anders, als von außen betrachtet.

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