Pflicht zur Aufnahme 

90 Flüchtlinge kommen pro Woche in den Kreis Kassel

Kreis Kassel. Der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab. Rund 90 Asylbewerber kommen derzeit jede Woche in den Landkreis Kassel.

Die Flüchtlinge müssen untergebracht, versorgt und betreut werden. 2300 Flüchtlinge könnten bis zum Jahresende hier leben. Diese Zahlen nannte Kreis-Pressesprecher Harald Kühlborn auf HNA-Anfrage. Dies sei aber nur eine grobe Schätzung, niemand könne genaue Zahlen voraussagen.

Von diesen Personen müssen voraussichtlich mehr als 1500 in Gemeinschaftsunterkünften und der Rest in Wohnungen untergebracht werden. Aktuell leben 1455 Flüchtlinge im Landkreis Kassel. Hinzu kommen derzeit 1800 die in den Erstaufnahmeeinrichtungen Calden und Hofgeismar-Beberbeck vom Land Hessen untergebracht sind.

In den 20 bestehenden Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises sind derzeit 1018 Flüchtlinge untergebracht, in Privatwohnungen 437.

Die meisten Flüchtlinge leben in Wolfhagen (422), gefolgt von Fuldatal (242), Vellmar (84) und Helsa (81).

Die Mehrzahl der Flüchtlinge kommt aus Syrien (220), Albanien (214), Afghanistan (152), Eritrea (149) und Somalia (120). Insgesamt sind 43 Herkunftsländer vertreten. 31 Mitarbeiter arbeiten aktuell in der Flüchtlingsarbeit, ohne Hausmeister und Reinigungskräfte. Weitere acht Stellen könnten bis zum Jahresende dazu kommen.

Pflicht zur Aufnahme 

Nach dem Hessischen Gesetz über die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen und anderen ausländischen Personen obliegt dem Landkreis die Aufnahme und Unterbringung von Personen, denen der Aufenthalt nach dem Asylverfahrensgesetz gestattet ist. Außerdem muss der Kreis Personen, deren Asylantrag abgelehnt oder zurückgenommen worden ist, bis zu ihrer Abschiebung unterbringen.

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