Kreis wird in niedrigere Regionalklasse eingestuft

Kfz-Haftpflicht im Kreis Kassel wird billiger

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Autofahrer im Kreis Kassel dürfen sich freuen: Ab 2020 können sie mit günstigeren Beiträgen für die Kfz-Haftpflichtversicherung rechnen. (Symbolbild)

Autofahrer im Kreis Kassel dürfen sich freuen: Ab 2020 können sie mit günstigeren Beiträgen für die Kfz-Haftpflichtversicherung rechnen.

Der Grund: Sie wurden in eine niedrigere Regionalklasse eingestuft. Anders sieht das für die Stadt Kassel aus: Sie wurde nach oben gestuft.

In den 28 hessischen Bezirken bleibt nach der nun veröffentlichten Regionalstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vieles beim Alten: Für 83 Prozent der Kfz-Haftpflichtversicherten und 85 Prozent der Kaskoversicherten bleiben die Einstufungen des Vorjahres gleich. Schlechtere Einstufungen ergeben sich unter anderem in Kassel, von besseren Regionalklassen profitieren Autofahrer im Landkreis Kassel und im Lahn-Dill-Kreis. Die beste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung erreichten Autofahrer in Hersfeld-Rotenburg, in Offenbach war die Schadenbilanz am schlechtesten.

Kfz-Haftpflicht im Kreis Kassel: Von Stufe vier auf drei

Im Landkreis Kassel sinkt die Regionalklasse im Bereich Haftpflicht von vier auf drei. Die Stadt steigt von elf auf die höchste Klasse zwölf. Im Bereich Vollkasko steigt auch der Landkreis von Klasse zwei auf drei, die Stadt von vier auf fünf. Im Bereich Teilkasko bleiben Landkreis und Stadt jeweils unverändert in Klasse drei beziehungsweise fünf.

Der Wechsel der Regionalklasse könne für eine Senkung des Beitrages sorgen, müsse es aber nicht, sagt Rolf Abel von der Allianz-Versicherung in Wolfhagen. Neben der Regionalklasse würden beispielsweise auch die Typenklassen, die sich aus den Schadens- und Unfallbilanzen der einzelnen Automodelle ergeben, bei der Berechnung des Beitrages eine Rolle spielen.

Generell könne man sagen, je größer ein Ballungszentrum sei, desto höher sei die Einstufung in der Schadensklasse, so Abel. Das liege daran, dass in den Zentren mehr Unfälle passieren.

Grundlage ist Schadensbilanz

Grundlage für die Berechnung der Regionalklasse ist die Schadensbilanz, die sich vom Hauptwohnsitz des Fahrzeughalters ableitet. Mit den im Kreis Kassel zugelassenen Fahrzeugen wurden also weniger Unfälle verursacht, sodass der Kreis nun besser eingestuft wurde.

Dabei spielt es laut GDV keine Rolle, ob der Unfall in Zierenberg oder in Berlin passiert sei. Deshalb sei die Statistik der Polizei für die Einstufung auch nicht voll aussagekräftig, da in dieser alle Unfälle unabhängig vom Wohnort des Fahrzeughalters aufgenommen würden.

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