18 Einsätze in der letzten Woche

Hitze und Trockenheit: Feuerwehren im Kreis Kassel haben die Brände im Griff

Kreis Kassel. Brennende Flächen oder vollgelaufene Keller: Die Feuerwehren im Kreis Kassel verfallen trotz der heißen Temperaturen nicht in Panik. 

Kreisbrandinspektor Sebastian Mazassek bestätigt auf Anfrage aber den spürbaren Mehraufwand.

„Vergangene Woche hatten wir allein im Altkreis Hofgeismar 18 Einsätze wegen Überflutungen nach starken Niederschlägen. Gewitterzellen oder fahrlässige Sachen bei Trockenheit sorgen für Einsätze. Die Vegetation gerät schnell in Brand, das prägt das aktuelle Feuerwehrbild“, berichtet Mazassek. Bis zu einem Dutzend Flächenbrände habe es in den letzten Wochen insgesamt gegeben, schätzt er.

„Die Gefahr steigt von Tag zu Tag“, sagt Wolfhagens Stadtbrandinspektor Frank Brunst. Bislang sei es aber nur zu einem Heckenbrand durch weggeschüttete Grillkohle gekommen. Erst am Mittwoch hatte die Stadt darauf hingewiesen, dass offene Feuer und Feuerwerk wegen der Trockenheit derzeit nicht erlaubt seien. Die Wolfhager Feuerwehr war wie zahlreiche andere Wehren der Region aber zu Wochenbeginn beim Waldbrand in Baunatal im Einsatz.

Etwas unruhiger ist die Lage im Nordkreis rund um den Reinhardswald. „Wir sind derzeit noch die letzte Bastion mit Waldbrandstufe 3. Sturmtief Friederike hatte im Januar einen Großteil der leicht entzündlichen Nadelhölzer umgeknickt“, sagt Hofgeismars Stadtbrandinspektor Guido Scherp. Sein Trendelburger Kollege Tobias Reidelbach sieht zwar eine höhere Einsatzzahl in diesem Jahr, bringt diese aber nicht zwingend mit dem Wetter in Verbindung. 

„2017 hatten wir im ganzen Jahr 38 Einsätze, dieses Jahr sind es schon 45“, rechnet er vor, „man muss sich derzeit auch fragen, wo man das Wasser her nimmt, wer wann kann und mit welcher Taktik man vorgeht.“ Bei dieser Wärme sei jeder Einsatz mit dicker, feuerabwehrender Kleidung stressig. 

Rubriklistenbild: © Tanja Temme

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