Wertsachen und offene Getränke im Auge behalten

Polizei warnt zu Fasching vor Kriminellen

Wolfhagen. Fasching zieht jedes Jahr Tausende auf die Straßen - und bietet Kriminellen Gelegenheiten. Die Polizei warnt besonders vor Taschendieben und Tätern mit K.O.-Tropfen.

In einer Pressemitteilung rät die Polizei zur Vorsicht. Man solle Wertsachen und offene Getränke im Auge behalten und keine Getränke von Fremden annehmen. Unterwegs sollte man nur so viel Bargeld mitnehmen, wie man wirklich benötigt.

„Taschendiebe gehen zumeist arbeitsteilig in Teams von mehreren Personen vor. Einer oder mehrere Täter lenken das Opfer ab, ein anderer greift zu und entwendet die Wertsachen“, sagt Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Das Repertoire der Taschendiebe sei äußerst umfangreich, fast täglich würden neue Tricks bekannt. Insbesondere das Gedränge bei Veranstaltungen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln machten sich Diebe zunutze, um zuzuschlagen. Die Aufklärungsquote sei gering, da die Tat von den Opfern häufig nicht gleich bemerkt werde.

Die Polizei betont, dass es auf Partys, in Diskotheken oder in Lokalen immer wieder vorkomme, dass Besuchern K.O.-Tropfen ins Glas geschüttet werden. Ziel der Täter sei, ihre Opfer willen- und wehrlos zu machen, um sie auszurauben oder sich an ihnen zu vergehen. Betroffen seien nicht nur Frauen, sondern auch Männer.

„Man kann sich schützen, indem man seine Getränke grundsätzlich selber bestellt, entgegennimmt und immer im Blick behält. Offene Getränke von Fremden sollte man ablehnen“, rät Gerhard Klotter.

Wer sich nach einem Getränk unwohl fühle und zudem unerklärliche motorische oder psychische Auffälligkeiten spüre, sollte auf keinen Fall allein bleiben. Nicht nur um die Täter fernzuhalten, sondern auch, weil man ärztliche Hilfe benötigen könnte.

Klängen die Beschwerden nicht ab, oder verschlimmerten sich sogar, sollte ein Notarzt gerufen werden. Wichtig sei, schnell zu handeln, denn manche Mittel, die als K.O.-Tropfen eingesetzt werden, seien schon wenige Stunden nach der Einnahme nicht mehr in Blut und Urin nachweisbar.

Außerdem sollten Opfer Anzeige bei der Polizei erstatten. „Das Verabreichen von K.O.-Tropfen kann verschiedene Straftatbestände erfüllen. Nur mit Hilfe einer Anzeige ist es möglich, Täter zu ermitteln und mögliche weitere Opfer vor Schaden zu bewahren“, sagt Klotter.

Rubriklistenbild: © Archivbild/dpa

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