Der Aufwärtstrend bei den Weißstorch-Bruten im Landkreis Kassel hält an

Störche mit mehr Nachwuchs

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Jungstörche im Naturschutzgebiet Glockenborn

Der Aufwärtstrend bei den Weißstorch-Bruten im Landkreis Kassel hält an. Insgesamt wachsen im Kreis 22 Jungvögel heran, sechs mehr als noch im vergangenen Jahr.

Drei Brutpaare ziehen allein im Kreisteil Hofgeismar derzeit elf Jungvögel auf. 2019 waren zwar vier Horste besetzt, in denen aber nur zehn Jungstörche aufwuchsen. Aber es sind auch mehr Störche in der Region unterwegs auf der Suche nach eigenen Revieren. Im Wolfhager Glockenborn und bei Wenigenhasungen sitzen in den Horsten jeweils drei Junge. Im Glockenborn waren es ursprünglich sogar vier. Eins überlebte nicht.

Im Horst in Vaake-Süd sind inzwischen vier Jungvögel recht groß geworden, berichtet Hermann-Josef Rapp. Dort ist das Nest nach langer Pause in diesem Frühjahr zum zweiten Mal erfolgreich besetzt. In Deisel, dem ältesten Brutplatz an der Diemel, sitzen drei Störche im Nest, am Sportplatz in Sielen sind es vier. Dort hatte das Paar zunächst sogar fünf Jungvögel. Der Kleinste hatte es allerdings nicht geschafft.

Im Altkreis Kassel gibt es inzwischen zwei Brutplätze. Seit 2012 zieht ein Storchenpaar seinen Nachwuchs in Niestetal-Sandershausen auf. Drei Jungvögel sind es dort in diesem Frühjahr. Ein Paar ist beim Espenauer Ortsteil Mönchehof 2020 hinzugekommen. Dr. Klaus von Laar, der sich dort um den Kunsthorst kümmert, berichtet von zwei Jungstörchen im Nest. Entlang von Diemel und Weser wurden in den vergangenen Jahren weitere Kunsthorste errichtet, um den Vögeln den Nestbau zu erleichtern. Im Frühjahr wurden mehrfach Störche an den neuen Horsten beobachtet. Allerdings gab es dort noch keine Bruten.

Weil auch im Wolfhager Land immer mehr Störche auf der Suche nach einem Horst sind, wurden in diesem Frühling drei neue Horste aufgestellt. Zwei Privatleute haben künstliche Nisthilfen in Niederelsungen und zwischen Ehringen und Wolfhagen im Erpetal aufgestellt und die Stadt Wolfhagen einen bei Istha.

Die Hoffnung ist groß, dass hier im nächsten Jahr die ersten Paare einziehen.

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