Katastrophenschutz-Lager: Kreis verlagert von Wolfhagen nach Baunatal

Zu klein: Kreisbrandinspektor Sebastian Mazzasek (links) und Udo Umbach, Zentralbereichsleiter der Landkreisverwaltung, im Katastrophenschutz-Lager an der Wolfhager Liemecke. Fotos:  Norbert Müller

Wolfhagen. Der Landkreis hat neben dem Ratio-Markt in Hertingshausen eine Halle gemietet, wohin das bislang in Wolfhagen untergebrachte Katastrophenschutz-Lager und der Gerätepool umziehen werden.

Ein kleines Paradies für Schrauber: Werkbänke, gefliester Boden, Hebebühne. Dort, wo gerade Wolfgang Viereck und Azubi Marco Werner einen defekten Rasenmäher wieder flott machen, haben Generationen von angehenden Automechanikern ihren praktischen Berufsschulunterricht absolviert.

Seit die Herwig-Blankertz-Schule 2010 in die neuen Räume auf dem Gelände der früheren Wolfhager Pommernkaserne umsiedelte, ist nicht mehr viel los im alten, 1954 fertiggestellten Gebäudekomplex an der Wolfhager Liemecke. Nach einer Odyssee landete der Gerätepool des Landkreises in dem alten Bau. Zum Jahreswechsel gehen Viereck, Werner und zwei weitere Mitarbeiter des Kreises, die hier Arbeitsgeräte vom Kleintraktor bis zur Kehrmaschine warten und instandsetzen, die an den Schul- und Verwaltungsstandorten des Kreises benötigt werden, wieder mit Sack und Pack auf Tour: In eine gerade erst vom Landkreis angemietete Halle in Baunatal-Hertingshausen.

Räume mit Perspektive 

Einen Steinwurf vom Ratio-Einkaufzentrum entfernt und direkt neben der neuen Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge sollen die Mitarbeiter des Gerätepools Räumlichkeiten mit langfristiger Perspektive beziehen.

In der Halle - 1000 Quadratmeter Grundfläche, wegen der vorhandenen Hochregalanlage ist die tatsächliche Nutzfläche wesentlich größer - werden die Mechaniker beste Voraussetzungen finden für die Erledigung ihrer Aufgaben, versichert Udo Umbach, Zentralbereichsleiter der Landkreisverwaltung und auch für die Liegenschaften zuständig.

„Es ist einfach sinnvoll, gewisse Sachen an einen Ort für den gesamten Landkreis zu lagern.“

Und das gelte auch für das Brand- und Katastrophenschutz-Lager, das zurzeit ebenfalls noch im Gebäude der ehemaligen Kreisberufsschule untergebracht ist, versichert Kreisbrandmeister Sebastian Mazzasek. Notfallstationen, Impfcontainer, Sandsackfüllmaschinen, Säcke und Dekontaminationsausrüstung sind an der Wolfhager Liemecke in einen gut 200 Quadratmeter großen Raum gestopft. Am neuen Standort, werde man endlich alles zentral lagern können, auch technische Ausrüstung für den Hochwasserschutz wie Pumpen und Schläuche, außerdem Mobiltankstellen und Kanister sowie Wettbewerbsgeräte für Feuerwehrleistungsübungen.

Mazzasek: „Es ist einfach sinnvoll, gewisse Sachen an einen Ort für den gesamten Landkreis zu lagern.“ Zudem komme man in Wolfhagen mit großen Fahrzeugen nur schwer bis ans Lager heran. Die neue Halle in Hertingshausen sei dagegen „optimal für Logistiksachen“.

Und deshalb, so Udo Umbach, „werden wir dann dort auch die Ausstattungsgegenstände für unsere Flüchtlingsunterkünfte lagern“: Betten, Schränke, Matratzen.

Was der Kreis dem Besitzer der Halle, der Firma Sagaflor, monatlich an Miete zahlt, wollte Kreissprecher Harald Kühlborn nicht verraten. Nur soviel: „Sie entspricht der ortsüblichen Miete für Gewerbeobjekte.“ Das knapp 7000 Quadratmeter große Areal an der Wolfhager Liemecke, wo noch bis zum Jahresende die Männer vom Gerätepool in der alten Werkstatt schrauben werden, wolle man schnellstmöglich loswerden.

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