EU-Geld für Kulturlandschaft Hessenspitze und Casseler?

Profitierte von der Förderung aus dem Leader-Programm: Der Habichtswaldsteig mit seinen Extratouren. Wie hier der H4 bei Breitenbach. Foto: Kühling

Wolfhager Land. Für die Region Kassel-Land heißt es jetzt abwarten. Hinter dem Verein und zahlreichen Mitstreitern liegen Monate voller Arbeit.

Weit mehr als 200 Menschen hatten sich im Sommer zu Workshops zusammengefunden, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie die wirtschaftliche, touristische und infrastrukturelle Entwicklung in den beiden Regionen Kulturlandschaft Hessenspitze (westlicher und nördlicher Landkreis Kassel) und Casseler Bergland (östlicher und südlicher Landkreis Kassel mit den Kommunen Niedenstein, Edermünde und Gudensberg) bis zum Jahr 2020 vorangebracht werden kann. Entstanden sind zwei Regionale Entwicklungskonzepte, von deren Güte das Land Hessen eine Förderung abhängig machen möchte.

Förderung bis 2020

Regionalmanagerin Ute Raband rechnet noch vor Weihnachten mit einer Entscheidung. Neben der Kulturlandschaft Hessenspitze und dem Casseler Bergland haben sich noch 22 weitere hessische Regionen um die Fördermillionen der EU (Leader-Programm) und des Landes beworben. In der Summe handelt es sich um einen Betrag in Höhe von 50 Millionen Euro, der in einem Zeitraum von sieben Jahren bis zum Jahr 2020 ausgeschüttet werden soll. Letztlich wird die Qualität der Entwicklungskonzepte und die Zahl der Einwohner über die Höhe der Zuschüsse entscheiden.

Erhalt der Kulturlandschaft

Die Ideen, die in den vergangenen Monaten entstanden sind, lassen sich verschiedenen Kategorien zuordnen. Für die Kulturlandschaft Hessenspitze sind es die Bereiche Demografie, Aktiv- und Kulturtourismus, Bildung und Regionale Wirtschaft. Ihnen übergeordnet ist der Erhalt und die nachhaltige Weiterentwicklung der Kulturlandschaft.

In den Workshops haben die Beteiligten eine Fülle an so genannten Starterprojekten benannt, mit denen sie so schnell wie möglich Impulse setzen möchten. Darunter ist eines die Anschaffung einer mobilen Bühne für Istha. Die Technik wäre unkompliziert aufzubauen und würde den Bauhof der Stadt Wolfhagen entlasten, der bislang in Vorbereitung von Veranstaltungen Mitarbeiter schickte. Die Bühne soll nicht nur den Menschen im Wolfhager Stadtteil bei öffentlichen Veranstaltungen nützlich sein, sondern auch andernorts zum Gelingen kultureller Events beitragen, sagt Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake, der zugleich Vorsitzender des Vereins Region Kassel-Land ist. Ohne eine Förderung durch Land und EU bliebe die Anschaffung der Bühne, die an die 50 000 Euro kostet, für die Stadt unerschwinglich und damit utopisch. Andere Starterprojekte sind ein Energie-Lehr- und Lerngarten an der Wilhelm-Filchner-Schule Wolfhagen und die Werkstatt als sozialer Lernort im Garten der Generationen in Lippoldsberg. Aus dem Leader-Programm werden hierfür 350 000 Euro erhofft.

Von Antje Thon

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