Junge Menschen in altem Haus

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Wiederbelebt: Das alte Hospital-Gebäude beherbergt nun das kulturelle und soziale Zentrum Wolfhagen (KusZ).

Wolfhagen. Durch das ehemalige Hospital, Internatsgebäude und Katasteramt in der Kurfürstenstraße 1 in Wolfhagen schallen dieser Tage Kinderlachen und musikalische Melodien.

Denn das Kulturdenkmal aus dem Jahr 1904 bietet als kulturelles und soziales Zentrum Wolfhagen (KusZ) einer Kindertagesstätte, einer Kinderkrippe, zwei Tagesmüttern und der Musikschule ein neues Zuhause.

„Eigentlich hat uns das Gebäude gar nicht gehört“, gibt Michael Joost, Bauamtsleiter der Stadt Wolfhagen, zu, „aber das Förderprogramm „Aktive Kernbereiche“ machte es möglich, das Haus vom Landkreis Kassel zu erwerben, es umfassend zu sanieren und es vor allem seiner neuen Bestimmung zu übergeben: Hier wieder Leben einkehren zu lassen und dem Leerstand in Wolfhagen aktiv entgegen zu wirken.“ Die Zuschüsse des Landes Hessen zu dem Projekt seien ein klares Signal zum Bekenntnis zur Altstadt, so Joost weiter. „Die Altstadt braucht Zukunft, was nur durch eine nachhaltige Nutzung erreicht wird.“

Dem vorausgegangen ist eine lange Planungsphase, die bereits 2010 begann. In dem extern moderierten Prozess traf sich im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zunächst eine Gruppe aller denkbaren Nutzer und Träger, die ihren Bedarf und ihre Vorstellungen äußerten. So wurde ein Nutzungskonzept für das Gebäude mit einer Nutzfläche von zirka 1400 Quadratmetern entwickelt.

Barrierefreiheit

Für die Nutzung des Gebäudes wurde Barrierefreiheit in allen Geschossen hergestellt, indem unter anderem ein Aufzug eingebaut wurde. Nach Abschluss der ersten Bauphase zog mit den „Dinos“ im November 2013 die U-3-Krippe des DRK auf eine 214 Quadratmeter große Fläche im Erdgeschoss. Die „Musikschule Wolfhager Land“ folgte im Januar 2014 und bezog die Räume im ersetn und zweiten. Obergeschoss.

Im Frühjahr 2015 bezogen die „kleinen Wölfe“ des Montessori-Kinderhauses der Stadt Wolfhagen ihre 353 Quadratmeterqgroßen Räume im Erd- und ersten Obergeschoss. Im zweiten Obergeschoss fanden schließlich noch zwei Tagesmütter aus Wolfhagen Räume auf einer Fläche von 98 Quadratmetern für ihre Kinderbetreuung.

Die restliche Fläche teilt sich auf in Lagerfläche der Stadt Wolfhagen, Funktionsflächen und gemeinsam genutzte Bereiche.

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Bei der Umsetzung der Baupläne musste man darauf achten, die Anforderungen an ein denkmalgeschütztes Gebäude zu wahren. So blieb der Charakter der Außenfassade trotz neuer Fenster erhalten. Die alten Innentüren wurden aufgearbeitet und auch das die Treppe mit den alten Handläufen blieb bestehen.

Inklusive der Kaufkosten wurden 1,5 Millionen Euro in das Objekt investiert. 80 Prozent davon stammen aus Fördergeldern des Landes Hessen.

Die offizielle Einweihung des KusZ findet am Samstag, 9.5.2015 statt. Zwischen 13 und 15.30 Uhr können interessierte Besucher das KusZ besuchen und sich von dem harmonischen Mix aus Alt und Jung überzeugen.

Eröffnung

Ganz bewusst hat die Stadt Wolfhagen die Eröffnung des KusZ mit dem ersten deutschen Tag der Städtebauförderung am 9. Mai 2015 zusammen gelegt. Das gemeinsam von Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und weiteren Partnern getragene Projekt soll die Bürgerbeteiligung in Städtebauförderung und Stadtentwicklung stärken und Projekten ein Forum bieten. An diesem Tag können die Wolfhager mit der ganzen Familie interessante Angebote wahrnehmen und öffentliche wie private Objekte in der Altstadt besuchen, die von einer Förderung profitiert haben.

Programm am 9. Mai

10.30 Uhr: Führung durch die privaten Maßnahmen. Treffpunkt: Vor der Schützeberger Straße 18.

10.30 Uhr: Führung für Bürger im ehemaligen Amtsgericht

13 bis 15.30 Uhr: Tag der offenen Tür im KusZ

13 bis 15.30 Uhr: Aktionen im Kulturladen

16 Uhr: Konzert im Kulturladen, Junge Philharmonie Wolfhagen

(gi)

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