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Laub im Herbst zum Entsorger bringen

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Von: Monika Wüllner

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Wohin mit dem Laub aus dem eigenen Garten: Wer keinen Komposthaufen im Garten hat, muss das anfallende Laub in der Biotonne oder in einem der Entsorgungszentren im Landkreis Kassel entsorgen.
Wohin mit dem Laub aus dem eigenen Garten: Wer keinen Komposthaufen im Garten hat, muss das anfallende Laub in der Biotonne oder in einem der Entsorgungszentren im Landkreis Kassel entsorgen. © Monika Wüllner

Wenn die Biotonne voll ist, bleibt nur der Weg zur Deponie. Doch nicht jede Sammelstelle im Kreis Kassel nimmt auch Laub an.

Breuna/Zierenberg – Wohin mit all dem Laub aus vielen privaten Gärten in der Gemeinde Breuna und der Stadt Zierenberg? Oftmals reichen Biotonnen für die Ansammlung an Blättern nicht aus. Eine andere Möglichkeit, das Laub zu entsorgen, gibt es vor Ort aber nicht.

Zierenberg und Breuna nehmen kein Laub an

In Zierenberg besteht nur die Möglichkeit, das Laub von den privaten Grundstücken in der Biotonne zu entsorgen oder in die Biokompostierungsanlagen nach Hofgeismar, Lohfelden oder Rothwesten zu bringen.

In den städtischen Abfallsammelstellen darf nur Baum- und Heckenschnitt angeliefert werden. So ist es auch in Breuna. Baum- und Heckenschnitt wird in der ehemaligen Erddeponie in Wettesingen angenommen, Laub hingegen nicht. Die Anlieferungen werden zudem auch überwacht. Grünabfälle, Blumen, Unkraut, Laub, Grasschnitt, große Baumstümpfe und über 30 Zentimeter starke Stämme werden zurückgewiesen, um ein qualitativ gutes und sauberes Schreddermatarial zu erhalten.

An den Annahmestellen der Entsorgungszentren Hofgeismar und Lohfelden werden kostenfrei auf beiden Recyclinghöfen unter anderem Sperrmüll, Elektrogeräte, Metalle, Papier und Pappe entgegengenommen. Kostenpflichtig sind zum Beispiel Restabfälle, Bio- und Gartenabfälle, Bauabfälle oder gewerbliche Abfälle. Kostenpflichtige Abfälle bis drei Kubikmeter werden pauschal abgerechnet. Alles, was darüber liegt, wird nach Gewicht abgerechnet.

Laubbläser schaden der Umwelt

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rät, bei anfallendem Laub im heimischen Garten lieber zu Besen und Rechen zu greifen und das Laub vor allem unter Bäumen und Sträuchern liegen zu lassen, anstatt motorisierte Geräte einzusetzen, die ökologische Schäden verursachen. Da Laubbläser unter die Maschinenlärmschutzverordnung fallen, dürfen sie nicht zu jeder Tag- und Nachtzeit betrieben werden. So ist ihr Einsatz laut Verordnung in Wohngebieten, Kleinsiedlungsgebieten, Sondergebieten, die der Erholung dienen, Kur- und Klinikgebieten und Gebieten für die Fremdenbeherbergung sowie auf dem Gelände von Krankenhäusern und Pflegeanstalten an Sonn- und Feiertagen ganztägig und nachts an Werktagen in der Zeit von 20 bis 7 Uhr verboten. Wenn die Laubbläser kein EU-Umweltzeichen tragen, gilt das Verbot an Werktagen auch in der Zeit von 7 bis 9 Uhr, von 13 bis 15 Uhr und von 17 bis 20 Uhr.

Wichtig ist auf jeden Fall, Laub auf den Rasenflächen zu entfernen, ansonsten bekommt das Gras darunter zu wenig Licht, und es können sich Pilze bilden.

Im Landkreis Kassel ist die Abfallentsorgung anders organisiert als zum Beispiel im benachbarten Landkreis Waldeck-Frankenberg, wo man Laub auch kostenlos an den entsprechenden Sammelstellen abliefern kann. „Bei uns erhält jeder Haushalt neben einer Restabfalltonne auch zusätzlich eine kostenlose 240-Liter-Biotonne. Diese wird von über 90 Prozent der Haushalte genutzt. In anderen Landkreisen ist die Biotonne kostenpflichtig“, so Landkreissprecher Harald Kühlborn. Aufgrund der großzügigen Biotonnenregelung könne Laub komplett über die Biotonne entsorgt werden. Falls zu viel Laub anfalle, könne dies auch im Garten zwischengelagert und nach und nach über die Biotonne entsorgt werden.

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