Angler warnen vor Betreten der Wasserflächen - Eisdecke ist nach Tauwetter dünn

Lebensgefahr auf den Teichen

Riskantes Spiel: Das Eis auf den Teichen im Altkreis trägt nur noch die Enten. Die Angler Horst Ruth und Peter Wenzel warnen vor einem Betreten der Eisflächen. Foto: Ricken

Wolfhagen. Wer in diesen Tagen die Teiche im Wolfhager Land betritt, bewegt sich auf dünnem Eis. „Es ist lebensgefährlich“, warnt Horst Ruth, Vorsitzender des Bürger-Angel-Sportvereins Wolfhagen. Er war gestern mit Vereinsmitglied Peter Wenzel in den Bruchwiesen und hat selbst die Tragfähigkeit des Eises getestet. „Wir sind schon am Ufer eingebrochen.“ Der Temperaturabfall auf null Grad hat für Tauwetter gesorgt.

Rücksicht auf Naturschutz

Auch wenn es wieder kälter werden sollte, appellieren die Angler an die Bevölkerung, die Seen und Teiche mit Rücksicht auf den Naturschutz zu meiden. Die Tiere werden durch die Menschen gestört. Dramatisch sei die Situation vor allem für die Fische. Sie befinden sich in einer Art Ruhe-Modus. „Ihr Herz schlägt normalerweise 130 mal in der Minute. Bei Kälte sind es nur noch zwei bis vier Schläge“, erklärt Ruth.

Werden die Fische durch Bewegungen auf dem Eis erschreckt, versage ihr Kreislauf, was bis zum Tod führen könne. Der Wolfhager Bürger-Angel-Sport-Verein betreut neben dem Kernstadt-Bruchwiesenteich noch die Teiche Stadtwald-Rattenfalle, die Erpe von Ehringen bis Volkmarsen sowie die Bäche in und rund um Wolfhagen. Die Angler appellieren an die Kommunen, im Winter eine künstliche Eisfläche anzulegen, auf der gefahrlos gerutscht und Schlittschuh gefahren werden darf.

Von Bea Ricken

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