Frau schreibt Buch über Erlebtes

Leckringhäuserin hört Engelsstimme: "Wir reden über alles Mögliche"

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Schreibt unter dem Pseudonym Johanna Engel: Die Künstlerin Heike von Othegraven aus Leckringhausen hat nach eigenen Angaben Kontakt zu einem Engel. Die Gespräche, die sie regelmäßig mit ihm führt, hat sie erst monatelang per Hand notiert und jetzt in einem Buch veröffentlicht. Das Bild für den Buchdeckel (vorne rechts) hat sie selbst gemalt.

Leckringhausen. Heike von Othegraven hört seit vier Jahren die Stimme eines Engels. Erst dachte die Künstlerin, sie sei überarbeitet. Mittlerweile diskutiert sie sogar mit ihm über Politik - und hat jetzt ein Buch darüber geschrieben.

„Als ich die männliche Engelsstimme zum ersten Mal hörte, dachte ich, jetzt werde ich verrückt“, erinnert sich von Othegraven, die ihr Alter für sich behalten möchte. Sofort sei die Leckringhäuserin zum Neurologen geeilt und habe sich gründlich untersuchen lassen. „Der Arzt meinte aber, dass alles in Ordnung sei und ich vermutlich nur überarbeitet wäre“. Kurzum: Sie sei nicht verrückt.

Die gelernte Reitlehrerin, die sich auch schon als Sachbuchautorin („Feng Shui im Pferdestall“) betätigt hat, machte also eine Pause. Die Stimme aber blieb. „Man muss sich das wie eine Art Tinnitus vorstellen“, erklärt sie. Mit dem Unterschied, dass ihr Tinnitus sprechen kann und sogar einen Namen hat: „Mein Tinnitus heißt Peter“, sagt sie. Mit diesem Namen habe sich ihr himmlischer Gesprächspartner zumindest vor vier Jahren vorgestellt.

Dialoge im Unterbewusstsein 

Wenn der Engel sich meldet, dann unterhalte sie sich im Unterbewusstsein mit ihm. „Wir reden über alles Mögliche: Umweltschutz, Kapitalismus, den Urknall und diskutieren auch schon mal philosophische Fragen."

Engel Peter, dem Vernehmen nach ein kritischer Zeitgenosse, sei es auch gewesen, der sie auf die Idee gebracht habe, die Gespräche mit ihm in einem Buch zu veröffentlichen.

„Einen Verleger zu finden, war aber gar nicht so einfach“, sagt von Othegraven, die das Buch unter dem Pseudonym Johanna Engel veröffentlicht hat. Schließlich habe ein auf Esoterik und Parapsychologie spezialisierter Verlag aus dem Westerwald Interesse bekundet.

Von den Engelsgesprächen sei der Verlag dann derart angetan gewesen, dass er sie auf drei Bände verteilt hat. Der erste Band ist seit wenigen Tagen im Handel.

„Kann man nicht erklären“ 

Warum sich Engel Peter ausgerechnet in ihr Leben eingeschaltet hat, weiß von Othegraven nicht: „Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die kann man nicht erklären." Wenn Menschen, die keine übersinnlichen Kontakte pflegen, Zweifel an den Engelsschilderungen äußern, hat die Schriftstellerin dafür Verständnis. „Ich konnte es anfangs ja selbst nicht glauben“, sagt sie.

Der erste Band ihrer Engelsgespräche heißt „Fürchte dich nicht, aber rede mit mir“ (120 Seiten, 9,90 Euro) und ist im Saint-Germain-Verlag erschienen. ISBN 978-3-925612-99-2. 

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