Leopoldine und Justus Metz feiern Eiserne Hochzeit

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Frisch verheiratet: Am 24. Juni 1950 heirateten Leopoldine und Justus Metz in Quentel.

Dörnberg. Für Leopoldine und Justus Metz war es damals Liebe auf den ersten Blick. Ein halbes Jahr haben sich beide täglich auf dem Weg zur Arbeit am Bahnhof Oberkaufungen gesehen.

Er machte eine Malerausbildung und fuhr von Fürstenhagen nach Oberkaufungen. Sie arbeite in einer Weberei in Bettenhausen und musste auch täglich die Bahn von Kaufungen nach Kassel nehmen.

Dem damals 18-jährigen jungen Mann ist Leopoldine schon längst zwischen all den anderen jungen Mädchen aufgefallen. „Sie hatte schöne Haare und war mein Typ“, erinnert sich der 85-Jährige. Auch die damals 18-jährige Leopoldine war von dem jungen Mann beeindruckt. „Er war eine treue Seele.“

„Das war schon ein süßes Ding.“ 

Es war Liebe auf den ersten Blick: Leopoldine und Justus Metz aus Dörnberg sind seit 65 Jahren verheiratet.

Näher gekommen sind sich beide dann auf einer Kirmes. „Das war im November 1948 in Oberkaufungen“, weiß Justus Metz heute wie damals. Mit Freunden saßen beide gemeinsam am Tisch und unterhielten sich das erste Mal. „Das war schon ein süßes Ding“, so der Jubilar. Für Leopoldine und Justus Metz war da schon klar, dass sie fürs Leben bestimmt sind. Die täglichen Treffen am Bahnhof Oberkaufungen waren fortan für das junge Paar noch schöner. „Wir hatten nicht viel Zeit, weil unsere Züge gleich weiterfuhren - aber Zeit für ein Küsschen gab es schon“, betont der 85-Jährige.

Zwei Jahre pendelten Leopoldine und Justus Metz noch mit dem Zug zur Arbeit, bis das junge Paar am 24. Juni 1950 heiratete. „Es waren an die 50 Gäste da und ein Schwein wurde zur Feier geschlachtet“, erinnert sich der Jubilar. Auch seine Frau kann sich noch genau an ihr Hochzeitskleid erinnern. „Es war weiß und hatte einen schönen langen Schleier“, so die 85-Jährige.

Christkind bekommen 

Kurz nach der Hochzeit zog Leopoldine Metz zu ihrem Mann nach Quentel (Hessisch Lichtenau). Im Februar 1951 bekam das junge Ehepaar Nachwuchs - Tochter Edeltraut kam zur Welt. Fünf Jahre später folgte Sohn Jürgen und acht Jahre danach, am 24. Dezember 1964, die zweite Tochter Heike. „Das war das Christkind“, erinnert sich Leopoldine Metz noch heute freudig an die Hausgeburt ihrer zweiten Tochter.

Die Familie zog im Dezember 1956 von Quentel nach Dörnberg. Dort kauften sie sich ein aus dem 18. Jahrhundert stammendes Fachwerkhaus an der Zierenberger Straße. „Von Dörnberg fuhren Busse nach Kassel“, sagt Justus Metz, der nun einfacher zur Arbeit kam. „Das Haus ist mein Lebenswerk“, betont der Jubilar, der viel Arbeit, Zeit und Geld in das alte Fachwerkhaus gesteckt hat. Den ersten Urlaub leistete sich die Familie zur Silbernen Hochzeit 1975. „Da sind wir mit unseren Kindern für acht Tage nach Berchtesgaden zum Zelten gefahren“, erinnert sich das Jubelpaar.

Der größte Stolz von Leopoldine und Justus Metz ist aber ihre große Familie. „Es macht mich sehr glücklich, dass unsere Kinder, vier Enkel- und sechs Urenkel gut geworden sind“, sagt die 85-Jährige. Da ist es selbstverständlich, dass sich die ganze Familie heute am Ehrentag um das Jubelpaar versammelt und gemeinsam mit ihnen diesen besonderen Tag feiert.

Von Johanna Uminski

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