Luftfeuchtigkeit in Räumen – so notwendig zum Leben wie Essen und Trinken.

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Wenn es um Luftfeuchtigkeit in Räumen geht, kommt es wie so oft auf das rechte Maß an. Geschlossene Räume müssen einerseits regelmäßig gelüftet werden, damit genügend Sauerstoff zum Atmen vorhanden ist.

Andererseits geht es darum, dass Luftfeuchtigkeit nach außen abgeführt wird, die bei Neubauten im Mauerwerk steckt oder durch Duschen, Kochen oder Kondenswasser auf Oberflächen entsteht.

Wird zu wenig gelüftet, sinkt das Wohlbefinden, da die Schleimhäute in Nase, Mund und Augen von zu trockener Luft gereizt werden. Nicht abgeleitete Feuchtigkeit kann außerdem zu Gebäudeschäden in den Wänden oder sogar Schimmelbefall führen. Bei letzterem drohen Gefahren wie Allergien oder ernst zu nehmende Erkrankungen der Atemwege. 

Was ist die relative Luftfeuchtigkeit?

Die relative Luftfeuchtigkeit ist ein Wert, der die Sättigung der Luft mit Wasser bei einer bestimmten Temperatur beschreibt. Sie lässt sich mit einem so genannten Hygrometer messen und wird in Prozent angegeben. Für die einzelnen Räume gibt es Richtwerte, die als optimal gelten, in der Küche etwa 50 bis 65 % bei 18 °C, im Wohnzimmer 40 bis 60 Prozent bei 20 °C oder im Bad 50 bis 65 % bei 23 °C. 

Kontrolliert lüften und Energie sparen

Empfehlungen von Experten gingen bisher dahin, im Winter regelmäßig vier- bis sechsmal täglich die Heizung auszuschalten und alle Fenster für rund fünf Minuten zu öffnen, um für ausreichend frische Luft zu sorgen. Allerdings geht dabei auch viel Energie verloren, wenn warme Luft nach draußen zieht und kalte Luft hereinströmt. Vor allem bei energieeffizienten Neubauten, die heute immer besser isoliert und abgedichtet sind, ist diese Notwendigkeit nicht mehr unbedingt gegeben. Um die optimale Luftfeuchtigkeit in Räumen zu erreichen, ist deshalb ein passendes Lüftungskonzept erforderlich. 

Kontrollierte Wohnraumlüftung für bessere Luftqualität 

Um die Lebensqualität und das Wohlbefinden zu verbessern, kann regelmäßiges und effektives Lüften über die Fenster die richtige Lösung sein. Das gilt vor allem bei Regen oder bei Frost im Winter. Außer Stoßlüften kommt auch der Einsatz von mobilen Luftentfeuchtern in Frage, die nach Wahl in jedem Raum aufgestellt und genutzt werden können.

Im Sinne der Energieeffizienz und einer optimalen Luftqualität zum Atmen bietet sich allerdings eine automatische bzw. kontrollierte Lüftung als beste Lösung an. Einmal richtig eingestellt, sorgen die entsprechenden Systeme selbsttätig für einen für einen konstanten Luftaustausch. Die Vorteile: Sie brauchen sich um nichts weiter zu kümmern, die Lärmbelästigung durch offene Fenster wird reduziert und die Belastung mit Pollen gesenkt.

Der Begriff der kontrollierten Wohnraumlüftung bezeichnet eine Ventilator gestützte Be- und Entlüftung, die zentral oder dezentral über Zuluft- oder Abluftanlagen oder einer Kombination beider Prinzipien geschieht. Zentrale Anlagen bieten sich vor allem für Neubauten an, die als Passiv- oder Niedrigenergiehäuser geplant werden. Dezentrale Systeme machen Sinn, wenn in einzelnen Räumen auf Dauer eine hohe Luftfeuchtigkeit gesenkt werden soll, vorzugsweise in Küchen und Badezimmern.

Da wir sehr viel Zeit in geschlossenen Räumen verbringen – zu Hause, bei der Arbeit, in der Schule - ist ein gesundes Raumklima sehr wichtig für das Wohlbefinden. Außerdem kann sich zu viel Luftfeuchtigkeit schädlich auf die Bausubstanz auswirken. Regelmäßiges und/oder kontrolliertes Lüften ist deshalb besonders wichtig, vor allem wenn die idealen Richtwerte häufig über- oder unterschritten werden. Wer sich für die kontrollierte Variante entscheidet, sollte sich bei einem Fachbetrieb über die verschiedenen Möglichkeiten informieren.

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