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Maler aus Carlsdorf präsentiert in Burghasungen naive Kunst

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Von: Sascha Hoffmann

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Badefreuden: Auch dieses fröhliche Bild, das ihm die Einladung zur Ausstellung in Burghasungen beschert hat, wird Dieter Christian Ochs ab Sonntag im Zierenberger Stadtteil zeigen.
Badefreuden: Auch dieses fröhliche Bild, das ihm die Einladung zur Ausstellung in Burghasungen beschert hat, wird Dieter Christian Ochs ab Sonntag im Zierenberger Stadtteil zeigen. © Sascha Hoffmann

Dicke Dame brachte Glück.

Burghasungen – Es ist schon zur Gewohnheit geworden, dass der Carlsdorfer Autor und Künstler Dieter Christian Ochs häppchenweise Glück in die Welt schickt. In schöner Regelmäßigkeit tut er das, seit 2014 immer freitags, wenn er 121 Freunden und Wegbegleitern Gedichte aus eigener Feder per Mail zukommen lässt. Mittlerweile hängt er das ein oder andere Bild mit an, seit einigen Jahren nämlich hat sich der Carlsdorfer der naiven Malerei verschrieben.

Im Verteiler versteckt ist auch Helmut Mander vom Museum Kloster Hasungen, langjähriger Freund und Künstlerkollege, dem eines der Bilder besonders ins Auge gestochen ist. „Das war eine fröhlich flanierende dicke Dame“, erinnert sich der Burghasunger schmunzelnd, während Ochs im Zierenberger Stadtteil seine Bilder aufhängt. Dass sein Newsletter einmal zur eigenen Bilderausstellung führen würde, hätte er nicht gedacht. „Es freut mich aber natürlich sehr“, so der 73-Jährige, der am Sonntag mit „Naives in Kunst und Bild – Ansichten und Einblicke“ eine Premiere feiert.

Bekannt unter anderem durch die gemeinsame Nordeuropareise per Traktor mit Frau Barbara und dem dazugehörigen Buch „Wir lassen den Stau hinter uns“ sowie mittlerweile sieben Lyrik- und Prosabänden, hat Ochs vor etwa zwei Jahren nun auch die Welt der Malerei für sich entdeckt – nach einem missglückten Versuch vor 16 Jahren im zweiten Anlauf sozusagen. „Damals fühlte es sich für mich nicht richtig an, es war einfach nicht mein Metier“, erinnert er sich und ist nun froh, einen weiteren Versuch gewagt zu haben – mit umso mehr Kraft, sind innerhalb von gut zwei Jahren doch stattliche 121 Werke in Acryl und Öl entstanden.

„Für mich ist die Malerei Entspannung pur, das ist einfach herrlich“, schwärmt er von seinen Malabenden in der heimischen Küche, wenn er gegen 20 Uhr anfängt und bei dem ein oder anderen Glas Rotwein völlig in seinen Farbwelten versinkt. „Wenn der Tag aufregend war, finde ich so meine Ruhe wieder“, berichtet der Autodidakt mit einem entspannten Lächeln im Gesicht. Ein Lächeln, das er über seine Werke an deren Betrachter weitergibt, ohne sich dabei allzu wichtig zu nehmen. Ochs weiß, dass nicht alle Ergebnisse seiner Malsessions immer automatisch auch gut sind. Die landen dann gern mal an einer Wand im eigenen Haus, nicht aber in der Öffentlichkeit, seiner ersten Ausstellung in Burghasungen etwa, die er am Sonntag, 25. September, von 14 bis 17 Uhr im Museum Kloster Hasungen mit einer Vernissage eröffnet.

Info: Eintritt am Sonntag ist frei, Spenden zugunsten der Museumsarbeit erbeten. Die Ausstellung kann danach bis Sonntag, 6. November, zu den Öffnungszeiten des Museums (mittwochs und sonntags) von 14 bis 17 Uhr besucht werden. (Sascha Hoffmann)

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