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Mehr Autos für das Carsharing in Wolfhagen

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Von: Antje Thon

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Mehr Fahrer für ein Auto: Kunden des Carsharings können in Wolfhagen derzeit nur den VW e-up nutzen. Das soll sich durch den Aufbau einer vergrößerten Fahrzeugflotte ändern. Das Foto zeigt Markus Sälzer (links) von Energie 2000 und Klimaschutzmanager Markus Huntzinger. (Archivbild)
Mehr Fahrer für ein Auto: Kunden des Carsharings können in Wolfhagen derzeit nur den VW e-up nutzen. Das soll sich durch den Aufbau einer vergrößerten Fahrzeugflotte ändern. Das Foto zeigt Markus Sälzer (links) von Energie 2000 und Klimaschutzmanager Markus Huntzinger. (Archivbild) © Bea Ricken

Der Klimaschutzmanager Markus Huntzinger wirbt für mehr Beteiligung am Carsharing. Interessierte können ihr Auto vermieten um Kosten zu sparen.

Wolfhagen – Etwas für die Umwelt tun und dabei noch Geld sparen. Das klingt nicht nur gut. Der Plan könnte insbesondere für Personen aufgehen, die ohnehin selten mit einem Auto unterwegs sind und die auf eine Pkw-Anschaffung verzichten könnten. Wolfhagens Klimaschutzmanager Markus Huntzinger möchte das Carsharing weiter ausbauen. Er sucht dafür Menschen, die sich bereit erklären, ihr Privatfahrzeug einer größeren Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

Die Nachfrage nach der Nutzung eines Gemeinschaftsautos habe in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Von den derzeit 34 Nutzern hätten sich allein zehn Kunden im vergangenen halben Jahr zu einer Beteiligung am Carsharing entschlossen. Das Projekt selbst gibt es seit 2019. Da sei es umso ärgerlicher, dass derzeit nur noch ein Wagen angeboten werden könne. Bei ihm handelt es sich um den VW e-up am Standort Rathaus. „Mit dessen Verfügbarkeit kommen wir nun an eine Grenze.“ Das Angebot mit dem VW Caddy am Standort Raiffeisenweg habe nicht aufrechterhalten werden können.

Nun will Huntzinger einen neuen Vorstoß unternehmen und das Mobilitätsangebot auch aufs Land bringen. Sein Ziel: Er möchte möglichst in jedem Stadtteil jemanden finden, der die Nutzung seines Fahrzeugs mit anderen teilen möchte. Je kleinräumiger die Infrastruktur sei, desto attraktiver werde sie. Auch eine möglichst unterschiedliche Fahrzeugflotte trage dazu bei, dass mehrere Personen sich wenige Autos teilten. Neben normalen Pkw wäre es gut, wenn es auch Nutzfahrzeuge gebe oder solche mit einer Anhängekupplung, um Dinge in einem Anhänger transportieren zu können.

Kurz vor Ausbruch der Pandemie hatten sich bei ihm zwei, drei Personen gemeldet, die ihr Fahrzeug in den Dienst der Gemeinschaft hatten stellen wollen. Huntzinger hofft nun, an der Stelle wieder anknüpfen zu können und wirbt für die Vorteile, die mit dem Carsharing verbunden sind. Für die Nutzer liegt der auf der Hand: Sie sparen die Kosten für Anschaffung und Versicherung. Auch um Wartung und Reparatur muss man sich nicht kümmern. „Und wenn man bedenkt, dass bei einigen der Zweitwagen vor allem ungenutzt herumsteht, wäre das doch ein Gedanke wert“, so der Klimaschutzmanager, der die Zahl der in Wolfhagen zugelassenen Fahrzeuge spürbar drosseln will. Vor allem bei den Zweitwagen sieht er viel Luft nach oben.

Attraktiv sei das Carsharing aber auch für die Autobesitzer. Bei entsprechender Nachfrage würde die Vermietung ihres Autos sogar Geld abwerfen, Verluste hingegen seien ausgeschlossen. Denn die ebenfalls beteiligte Umweltstiftung Energieoffensive Wolfhagen gleiche Differenzen aus.

Eine Beteiligung bei Carsharing sei simpel: Man registriert sich beim Dienstleister Regio Mobil, wo ein Account angelegt wird. Kunden bekommen eine Art Checkkarte zugeschickt, die man über ein Gerät hinter der Scheibe einlesen kann. Man erhält so Zugang zum Auto und kann es starten. Die Kosten richten sich nach der Anzahl der gefahrenen Kilometer und der Dauer der Anmietung. Kontakt: 05692/602320

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