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Mehr Sicherheit beim Queren der B 450 in Balhorn gefordert

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Von: Norbert Müller

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Schmale Insel mit engem Durchgang: Die Bundesstraße 450 in der Ortsdurchfahrt von Balhorn ist vor allem während der Hauptverkehrszeiten eine Herausforderung für Fußgänger, die die Straße überqueren wollen.
Schmale Insel mit engem Durchgang: Die Bundesstraße 450 in der Ortsdurchfahrt von Balhorn ist vor allem während der Hauptverkehrszeiten eine Herausforderung für Fußgänger, die die Straße überqueren wollen. © Norbert Müller

Das Stadtparlament von Bad Emstal ist sich einig, dass an Balhorns Hauptstraße für die Sicherheit von Fußgängern mehr getan werden muss.

Bad Emstal – Das Thema Sicherheit im Straßenverkehr ist in Balhorn ein Dauerbrenner. Die viel befahrene Bundesstraße 450 verläuft durch den Bad Emstaler Ortsteil. Fußgänger, die zu den Hauptverkehrszeiten die Piste queren wollen, müssen flink auf den Beinen sein.

Und so nahm sich die SPD-Fraktion ein weiteres Mal der Sache an und brachte in die jüngste Gemeindevertretersitzung einen Antrag ein mit dem Ziel, dass innerorts auf der Bundesstraße eine sichere Möglichkeit zur Querung der Straße geschaffen wird.

Der frühere Balhorner Ortsvorsteher und jetzige SPD-Gemeindevertreter Karl-Heinz Dorer begründete den Antrag seiner Fraktion und machte dabei auch darauf aufmerksam, dass er als Ortsvorsteher 1998 den ersten entsprechenden Antrag gestellt habe. Seitdem habe sich die Verkehrssituation noch deutlich verschärft. 2001 habe er den nächsten Vorstoß unternommen, weitere Initiativen folgten. „Da ist über Inseln, Zebrastreifen und Bedarfsampeln gesprochen worden“, so Dorer. Drei Verkehrszählungen habe es in dieser Zeit gegeben, immer mit dem gleichen Ergebnis: Der Verkehr sei nicht stark genug. Dass man dieser Begründung nur schwer folgen könne, sagte SPD-Fraktionschef Heiko Bertsch. Nur wenige Kilometer Richtung Fritzlar, in Lohne, gebe es auf der selben B 450 einen Zebrastreifen und dazu auch einen Abschnitt mit einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h. Es sei nicht zu verstehen, warum es dort möglich ist, nicht aber in Balhorn.

Im Grundsatz sei man sich ja einig, brachte es der Fraktionsvorsitzende der Bürgerliste, Roger Mannsfeld, der Dorer im Amt des Balhorner Ortsvorstehers beerbt hat, auf den Punkt. Er plädierte jedoch dafür, den Antrag an den Ortsbeirat oder den Ausschuss zur Beratung zu überweisen, da man erst mal sortieren sollte, was denn gewünscht sei. Auf dem Titel des Antrags ist von einem Zebrastreifen die Rede, in der Formulierung des Beschlusses von einem weiteren Fußgängerübergang.

„Wir haben bislang noch keinen Fußgängerüberweg“, sagte die Balhornerin Ingrid Wachenfeld von der Bürgerliste. Stattdessen seien einst Verkehrsinseln installiert worden mit Durchgängen. „Das, was wir hier haben, geht nicht“, pflichtete sie den Antragstellern bei, „das ist lebensgefährlich“. Man sollte doch aber im Vorfeld besprechen, was Sinn mache, ehe man in die Verhandlungen mit Hessen Mobil gehe.

Schließlich gab es einen einstimmigen Parlamentsbeschluss: Der Gemeindevorstand wurde unter Einbeziehung des Ortsbeirats Balhorn beauftragt, mit den zuständigen Behörden über einen weiteren Fußgängerüberweg über die Bundesstraße 450 zu verhandeln und über den Verlauf der Verhandlungen regelmäßig Bericht zu erstatten.

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