Neubau in Wolfhagen geplant

Energetisch unabhängig leben? Wohnen in der Zukunft mit Technik von Tesla

So könnte es aussehen: Der Entwurf der DCD Projekt GmbH des Hamburger Architekten Marc Depenbrock, bei dem die Fäden für die Planung des Wolfhager Green Village 1 zusammenlaufen, zeigt das verklinkerte Gebäude mit Stromspeicher und einem Tesla-Auto an einer Ladesäule.
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So könnte es aussehen: Der Entwurf der DCD Projekt GmbH des Hamburger Architekten Marc Depenbrock, bei dem die Fäden für die Planung des Wolfhager Green Village 1 zusammenlaufen, zeigt das verklinkerte Gebäude mit Stromspeicher und einem Tesla-Auto an einer Ladesäule.

In Wolfhagen (Landkreis Kassel) soll ein Haus mit Technik von Tesla gebaut werden - für energetische Unabhängigkeit. 

Wolfhagen – Das Vorhaben ist ambitioniert: Auf gut 3000 Quadratmetern Fläche wollen der Wolfhager Unternehmer Wolfgang Heinisch und seine Frau Berna Egin-Heinisch ein Haus mit 19 Wohneinheiten bauen, das neue Maßstäbe setzt.

Bei dem Projekt, das deutlich über drei Millionen Euro kosten werde, spielen laut Heinisch die Philosophie des amerikanischen Milliardärs Elon Musk und die technischen Entwicklungen seiner Firma Tesla eine zentrale Rolle.

Energetisch unabhängig leben, das sei Freiheit, erklärt der 51-jährige Wolfhager und ein Kerngedanke beim geplanten „Green Village 1“. In Sachen Energieversorgung soll das Haus weitgehend autark sein. Dazu werde modernste Technik installiert – von einer Luft-Wasser-Sole-Pumpe bis zu Solardachpfannen der Firma Tesla, die in der Öffentlichkeit vor allem wegen ihrer erfolgreichen Elektroautos bekannt ist. Fünf dieser Fahrzeuge werden auch den Mietern zur Verfügung stehen, ein eigenes Auto könne man sich dann sparen, wobei sowieso Fahrzeuge mit Verbrennern unter der Haube im Green Village nicht erwünscht sind.

Zur Zielgruppe zählen laut dem Bauherren junge Familien ebenso wie Senioren, die in dem barrierefreien Bau zeitgemäß leben wollen und dazu frei von der Sorge, ob sie am Ende des Jahres die Nebenkosten wegen steigender Energiekosten noch bezahlen können. Laut Heinisch soll die Warmmiete in den Wohneinheiten, die zwischen 58 und 89 Quadratmetern groß sein werden, 9,50 pro Quadratmeter nicht übersteigen.

Wolfgang Heinisch hat auch schon ganz konkrete Vorstellungen, wo das Projekt vorzugsweise entstehen soll: Auf einer Fläche am Rand Wolfhagens, die der Stadt gehört. Dem Magistrat hat er das Projekt vorgestellt, was dem Unternehmer bislang aber fehlt, sei ein klares Bekenntnis aus dem Rathaus zum Green Village. Anderenorts gebe es starkes Interesse. Inzwischen kommen erste positive Signale: Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake sagt, dass es zunächst entsprechende Beschlüsse durch die Gremien brauche. Diese seien in Vorbereitung.

Es soll ein energetisch autarkes Gebäude werden, sagt Wolfgang Heinisch zum geplanten „Tesla-Haus“. Vorgesehen sei neben der Luft-Wasser-Sole-Pumpe ein Solar-System, eine Teichanlage werde eine Verdunstungskühlung des Hauses ermöglichen. Carsharing mit Ladestationen (auch für E-Bikes) ist geplant, ein zentrales Homeoffice mit sechs flexiblen Arbeitsplätzen und Konferenzraum, schnelles Internet über Tesla-Satelliten und eine kleine automatisierte Gastronomie. (Norbert Müller)

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