Kunden zahlen möglicherweise mit

Kosten für Banken: Münzgeld wird ab 2015 stärker überprüft

Wolfhager Land. Ab dem 1. Januar wird Münzgeld in der EU stärker auf Echtheit und Umlauffähigkeit (keine Beschädigungen) überprüft.

Auch für die Banken und Sparkassen im Altkreis bedeutet das: Sie müssen Münzen, die wieder ausgezahlt werden, durch Maschinen, externe Dienstleister oder extra geschultes Personal überprüfen. Für die Kunden heißt das: Der Bargeldverkehr wird sicherer - doch die Kosten der Banken dafür müssen möglicherweise von ihnen mitbezahlt werden.

Die Raiffeisenbank Wolfhagen nimmt Münzgeld von den Kunden an, zählt, überprüft und sortiert dies in der Hauptstelle an der Stadtkirche.

Dort befindet sich auch die einzig entsprechende Maschine des Bankinstituts, sagt Prokurist Karl-Heinz Kraft. Sie kostet 12 000 Euro und sei im Oktober angeschafft worden, da man bereits vor eineinhalb Jahren wusste, was auf sich zukommt, so Kraft weiter. Das „Münzgeldhandling“ sei sehr zeit- und kostenaufwändig, insbesondere die Logistik und der Bearbeitungsaufwand seien laut Kraft enorm.

Neben den genannten Aspekten kämen Kunden häufig mit Gebinden wie großen Flaschen oder Tüten, in denen sich große Mengen gesammelter Münzen befinden. Daher müsse man dafür auch ein geringes Entgelt in Höhe von 2,50 Euro beziehungsweise zwei Prozent vom Wert der abgegebenen Münzen verlangen.

Sehr knapp sind die Äußerungen der Kasseler Sparkasse. Man sei vorbereitet, sagte Vorstandssprecherin Nicola Mütterthies. Es würden dann zertifizierte Münzgelzählmaschinen eingesetzt und ausschließlich geprüfte Münzen und -rollen an die Kunden ausgegeben. Zu den Kosten könne man noch keine Auskunft geben.

Noch keine Anpassung der Gebühren plant die Kasseler Bank, dort ist laut Christina Hackenberg bereits seit 2008 ein externer Dienstleister mit dem Zählen und Prüfen des Geldes beauftragt.

Rubriklistenbild: © dpa

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