Nach 25 Jahren Leerstand: Schandfleck in Altenhasungen kommt weg

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Der Bagger ist angerückt: Das Gebäude, das als ältestes in Altenhasungen gilt, wird derzeit abgerissen. Seit gut 25 Jahren stand es leer, mittlerweile war es einsturzgefährdet. Schon heute soll nichts mehr vom Haus übrig sein.

Altenhasungen. Rund 20 Jahre lang, sagt Ortsvorsteher Jens Vial, sei immer mal wieder versucht worden, für das alte Haus eine Lösung zu finden.

Nun wird das Gebäude an der Bärenbergstraße, das als ältestes Haus Altenhasungens gilt, abgerissen. Bereits am Montag wurde der Anbau abgerissen, gestern folgte das Haupthaus und schon heute soll das Gebäude dem Erdboden gleich gemacht sein. Nur noch der Schutt muss dann abgetragen werden. Allein mit der Unterstützung der Stadtverwaltung, der Stadtverordneten aus Altenhasungen und des Ortsbeirats sei man an diesen Punkt gelangt, sagt Vial.

Blick von vorn: Mitarbeiter eines Bauunternehmens kümmern sich um die Abrissarbeiten.

In den vergangenen Jahren sei zunehmend deutlich geworden, dass das Gebäude einsturzgefährdet ist. Bereits seit 25 Jahren steht es leer. Unter anderem seien Balken faul gewesen. „Das Haus war nicht mehr zu retten.“ Auch die Denkmalbehörde des Landkreises hatte im vergangenen Jahr reagiert und einen Gutachter beauftragt, der die Gefährdung feststellte. Daraufhin wurde ein Bauzaun um das Gelände aufgestellt. Wie alt das Haus ist, ist allerdings nicht genau klar.

In den vergangenen Monaten habe es noch einige vorsichtige Interessenten für das Haus gegeben, sagt der Ortsvorsteher. Doch ergeben habe sich schließlich nichts.

Nun sind die Bagger angerückt, um die heruntergekommenen Gebäudeteile abzureißen. Für Jens Vial wird damit eine „akute Gefahr“ abgewendet. Allerdings: „Es ist Wahnsinn, wie viel Zeit wir investiert haben. Der Weg bis hier hin hat jetzt ungefähr fünf Jahre gedauert. Es gab unzählige Ortstermine.“

Beim Landkreis Kassel, der den Abriss angeordnet hat, heißt es, dass der alte Eigentümer auch der neue Eigentümer ist. Zwischenzeitlich hatte er das Haus aufgegeben. Auch sein Ziel sei nun der Abriss gewesen, sagt Sprecher Markus Manns. Noch im Sommer hatte Kreissprecher Harald Kühlborn berichtet, dass man versuche, den Eigentümer zum Abriss zu bewegen. Eine Einigung gab es zunächst aber nicht.

Die Verhandlungen seien lang gewesen, sagt Manns. „Aber wir sind zu einer einvernehmlichen Lösung gekommen und darüber sehr froh.“ Diese Lösung beinhalte auch, dass weder die Kosten für den Abriss öffentlich genannt würden, noch wer diese übernehme, so Markus Manns. Ein Ziel des Ortsbeirats war es, dass der Eigentümer für die Arbeiten zahlen muss, da er verantwortlich sei. Ob dies erreicht wurde, ist nun unklar.

Noch nicht bekannt ist derzeit, was mit dem Grundstück an der Bärenbergstraße künftig passieren soll.

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