Nächste Dorf-eigen-Art in Oelshausen gibt es im Sommer 2019

Freuen sich auf ein Wiedersehen in vier Jahren: Mitwirkende der Dorf-eigen-Art Oelshausen. Foto: Privat/nh

Oelshausen. 2000 Besucher trotz durchwachsenen Wetters, eine brasilianische Tänzerin vor dem Altar der Dorfkirche, neue Freundschaften zwischen Künstlern und Oelshäuser Familien – das sind Eindrücke, die die Kunstausstellung Dorf-eigen-Art in Oelshausen vom 17. bis 20. September hinterlassen hat. Nun zogen die Vorstandmitglieder des Vereins eine positive Bilanz.

Egal ob Besucher, Aussteller oder Künstler – alle hätten von der ganz besonderen Atmosphäre im Dorf während der vier Tage gesprochen, sagt Gabriele Wille vom Verein. Lothar Spohr aus Altenhasungen, der in der Blockhütte der Familie Pflug eine Figurengruppe aus Ton zeigte und Malerei im Haus von Martin und Sonja Bartling ausstellte, nennt die Dorf-eigen-Art „eine ganz tolle Veranstaltung mit einer unglaublichen Resonanz“. Wann sonst habe ein Künstler Gelegenheit, mit so vielen Besuchern über die eigene Arbeit zu sprechen? Die Dorfkirche war ein besonderer Anziehungspunkt. Dort hat Christian Karden die Altarwand mit dem Schattenriss einer Linde bemalt, ein bleibendes Kunstwerk. Im ausliegenden Gästebuch: begeisterte Kommentare zum schlichten, aber stimmigen Innenraum der kleinen Kirche. Die evangelische Kirchengemeinde Oelshausen ist seit der ersten Ausstellung bei der Dorf-eigen-Art aktiv, stellt Kirche, Gemeinderaum und Friedhofshalle für die Kunstaktionen zur Verfügung.

30 Ausstellungshäuser zu finden, das ist trotz der beträchtlichen Belastung für die Familien kein Problem im 650 Einwohner zählenden Oelshausen. Einige von denen, die schon 1997 ihre Privaträume für Künstler und Besucher öffneten, fühlen sich zwar mittlerweile zu alt für den Trubel mit täglich hunderten von Besuchern. Dafür waren in diesem Jahr acht neue Ausstellerfamilien dabei. Darunter die Scholtysseks, die erst vor kurzem nach Oelshausen gezogen sind. Sie freuen sich darüber, dass sie auf diese Weise schneller in engeren Kontakt mit anderen Dorfbewohnern gekommen sind. Am letzten Ausstellungstag war in Gesprächen spürbar: „In vier Jahren wollen wir das wieder machen.“

Diese Stimmung hat der Dorf-eigen-Art-Vorstand mit Rolf Balgheim, Mechthild Viereck, Stephan Kernke und Gabriele Wille bei seinem Bilanztreffen am Wochenende in einen Beschluss umgewandelt: Im Sommer 2019 wird es die sechste Dorf-eigen-Art in Oelshausen geben. (ant)

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