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Zwei Berliner haben die Freibad-Gastronomie in Naumburg und Balhorn übernommen

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Von: Norbert Müller

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Freuen sich auf die Kundschaft: die neuen Betreiber des Bistros im Naumburger Freibad, Aribert und Dennis Otto.
Freuen sich auf die Kundschaft: die neuen Betreiber des Bistros im Naumburger Freibad, Aribert Otto (links) und Dennis Otto. © Norbert Müller

Neue Gesichter im Gastro-Bereich der Freibäder in Naumburg und Balhorn: Zwei Berliner sorgen ab dieser Saison dafür, das die Badegäste weder Hunger noch Durst leiden müssen.

Naumburg/Balhorn – Die beiden Neuen legen die persönliche Messlatte gleich mal ziemlich hoch: „08/15 ist nicht unser Ding“, sagt Aribert Otto, der zusammen mit seinem Partner Dennis Otto die Gastronomie im Naumburger Freibad AquArena übernommen hat.

Ursprünglich waren sie nach Naumburg gekommen, um den früheren Hessischen Hof mit eigenem Konzept und verändertem Namen neues Leben einzuhauchen. Aber weil es mit der Umgestaltung der Kneipe in ein angesagtes Bistro dann doch deutlich länger dauert als ursprünglich gedacht – Eröffnung soll im September sein –, haben die beiden gerne den ihnen von der Stadt Naumburg zugespielten Ball im Bad aufgenommen.

Bald zwei Wochen sind sie jetzt schon am Start und zeigen sich richtig zufrieden mit den Möglichkeiten, die die Location auch dank ihrer vollwertigen Gastro-Küche bietet. So haben die beiden Neu-Naumburger nicht nur das klassische Freibadfutter wie Pommes, Brat- und Currywurst im Angebot, sondern auch Salate, Hotdogs und Burger. „Alles selbst gemacht“, sagt Aribert Otto, dessen Reich die Küche ist, während Dennis Otto den Verkaufstresen betreut und die Gäste auch auf der Terrasse im Außenbereich bedient.

„Schnucksachen“ gibt es zu kaufen, und natürlich zählen auch diverse Sorten Kaffee, kalte Getränke, Donuts und Eis zum Angebot, betont Dennis Otto, Eis auch vom Naumburger Gelatiere Luca Gianoglio, sobald der Betrieb nach der Findungsphase so richtig rund läuft.

Luca Gianoglio, sagt Aribert Otto, habe auch den Kontakt nach Balhorn vermittelt, wo der Kiosk des Waldschwimmbades ebenfalls auf einen neuen Pächter wartete. „Wir sind dann hin, haben uns das angesehen“, sagt Aribert Otto, „und dort stimmte auch gleich die Chemie“.

Zwei Angestellte

In Balhorn sei das Bad nicht so luxuriös wie in Naumburg, „aber es ist auch ein sehr schönes Bad“, betont der 54-Jährige. Im Bad Emstaler Ortsteil habe man einen klassischen Kiosk „mit einem Hobby-Grill“, wo man die Klassiker anbieten werde: Pommes, Würstchen, aber auch Salate. Dort setze man zwei Angestellte ein.

In Balhorn startet der Badebetrieb erst am 1. Juni, am 5. Juni wird dann das Anschwimmfest gefeiert. Vor wenigen Monaten ahnten die beiden Ottos noch nichts davon, dass sie mal ihre Zelte in Naumburg aufschlagen und dann auch gleich zwei Freibäder gastronomisch bespielen würden. Zuvor, erzählen sie, waren sie in Brandenburg als Gastronomen aktiv. „Wir haben dann unseren Laden dort verkauft und uns Ende 2021 eine Auszeit genommen“, erzählt Aribert Otto. Man habe Urlaub gemacht und dabei auch mal Kassel besucht.

Pläne mit dem Hessischen Hof

Dort habe er im Internet auch mal nach einem neuen Betätigungsfeld gesucht und den zu vermietenden Hessischen Hof in Naumburg gefunden. Weil beide eh gerade in der Gegend waren, haben sie einen Abstecher nach Naumburg gemacht, dort auch „mit den Leuten geredet“, wie es Dennis Otto formuliert und sich über die Stadt, die Naumburger und die Lage in der Kneipenszene informiert. „Unser erster Eindruck war: Es passt. Potenzial ist da.“

Mit dem Eigentümer des Hessischen Hofs sei man sich schnell einig geworden, habe die Kneipe angemietet und im Haus zudem eine Wohnung. Aus dem Hessischen Hof werde das „Denari – Burger, Dart & More“, ein Bistro, in dem man gut essen können soll, aber auch einfach nur auf ein Getränk vorbeikommen könne.

Von der Pike auf gelernt

Vor den neuen Aufgaben sei ihnen überhaupt nicht bange: „Wir machen seit 2014 Bistro-Betrieb“, und man bringe auch sonst gute Voraussetzungen mit. Aribert Otto, der gebürtige Dortmunder und Wahl-Berliner, erzählt von seiner Mutter: „Die war Küchenmeisterin. Bei ihr habe ich das Kochen von der Pike auf gelernt.“ Allerdings habe er, ehe es ihn in die Gastronomie zog, lange als „Wohnungswirtschaftler“ und Verwalter gearbeitet, bis es ihm zu stressig geworden sei.

Der 53-jährige Dennis Otto sagt von sich, dass er gewissermaßen in die Gastro-Szene hineingeboren sei. „Meine Eltern hatten eine Kneipe in Berlin, ich bin ein Kuhdamm-Kind“.

Bis er dann in der gehobenen Hotellerie gelandet sei und schließlich in der Gastronomie, habe er seine Brötchen in einer ganz anderen Branche verdient: Er habe eine Ausbildung als Energieanlagenelektroniker absolviert und später dann auf Lokführer umgesattelt und sei dann auch lange auf der Schiene unterwegs gewesen.

Nun also sind die beiden Ottos in Naumburg angekommen, wo sie große Pläne haben. Und vor allem, sagt der Küchenchef: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“ Schließlich haben sie ja für ihren neuen Betrieb auch einen recht hohen Anspruch formuliert. Norbert Müller

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