Mehrere hundert Besucher ließen sich die süßen Früchte schmecken

200 Apfelsorten  bei Pomologentagen in Naumburg

Markttreiben: Das Haus des Gastes verwandelte sich zu den 19. Pomologentagen wieder ein ein kunterbuntes Einkaufsparadies.

Naumburg. Sie sind klein, aber oho, zählen zur beliebtesten Obstsorte der Deutschen und schmecken Groß und Klein als knackiger Snack mit Vitamingarantie: Rund 200 Apfelsorten waren am Wochenende im Rahmen der 19. Pomologentage im Naumburger Haus der Gastes zu bewundern.

Die süßen Früchtchen betörten dabei mehrere hundert Besucher nicht nur durch ihren süßlich-herben Duft, sondern auch durch ihr oft märchenhaftes Aussehen. So wie der Herrnhut etwa, den Besucher Heinz Ewald kurzerhand zum Paradiesapfel erklärte, während er sich durch die Ausstellung arbeitete und hier und da auch manch Apfelleckerei ausprobierte.

Davon gab es beim Markt wieder reichlich, von verführerisch als Apfelcrumble mit Vanillesoße, über knackig und pur, wie die Natur uns den Apfel schenkt, oder außergewöhnlich verarbeitet wie am Stand der Landfleischerei Döring. Da wusste das Obst nicht nur im Schmalz zu überzeugen, sondern auch in einer köstlichen Leberwurst, in der es eine betörende Liaison mit Mohn einging. Damit nicht genug, verarbeiteten die lokalen Fleischexperten eigens für die Pomologentage Äpfel sogar in ihrer würzigen Bratwurst, die sich schnell zum Geheimtipp unter den Besuchern mauserte. Dazu noch ein süffig-feinperliger Apfelschaumwein aus der Kellerei von Joachim Döhne aus Schauenburg-Breitenbach, fertig war das herbstliche Mahl.

Zum fruchtigen Anstoßen gab es beim Apfelfest schließlich genug Gründe, vor allem für Jacobus Bosschaerts aus Belgien, der am Samstag mit dem Oberdieck-Preis ausgezeichnet wurde. Der Pomologenverein verleiht ihn gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer sowie der Stadt Naumburg seit 1999 für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen im Obstbau. Preisträger Bosschaerts hat hier Beispielhaftes geleistet und so zweifelsohne dazu beigetragen, dass auch in diesem Jahr bei den Pomologentagen wieder derart viele alte Sorten gezeigt werden konnten.

Apfel-Memory

Die eignen sich übrigens nicht nur zum Verzehr, sondern auch zum Zeitvertreib. Im Pavillon für die jüngsten Besucher sorgten sie beim Apfel-Memory nicht selten für rauchende Köpfe und bewiesen auch hier, dass sie klein, aber auch oho sind.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.