Geringe Teilnehmerzahl

ADAC-Oldtimer-Rallye: 52 Jahre alt – und doch wie neu

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Ein echtes Schmuckstück: Marion und Bernd Weidmann aus Frielendorf-Leimsfeld in ihrem Ford Mustang Cabrio (Baujahr 1967).

Ein bisschen Enttäuschung über die geringe Teilnehmerzahl bei der 10. ADAC Oldtimer Ausfahrt Habichtswald schwang in den Worten des Fahrtenleiters Hans Günter Christmann vom MSC Espenau-Vellmar bei der Siegerehrung auf dem ehemaligen Gutshof Merxhausen schon mit.

Dabei hatten die Motorsportclubs Emstal und Espenau-Vellmar sich viel Mühe mit der Ausarbeitung der Strecke und der Versorgung der Fahrer gegeben. Die Fahrer der 28 gestarteten Oldtimer (mindestens 30 Jahre alt) und vier Youngtimer (mindestens 20 Jahre alt) waren auch sehr motiviert, als sie sich von der Christine-Brückner-Schule in Sand zu einem ersten Turn nach Waldeck und wieder zurück nach Merxhausen aufmachten.

Nach der Mittagspause gab es dann die zweite Rundfahrt über Gudensberg, Baunatal und Ehlen zurück nach Merxhausen. Dabei ging es bei der 95 Kilometer langen Rallye-Strecke nicht um Höchstgeschwindigkeiten. Die Teilnehmer mussten stattdessen nach Anweisungen im Bordbuch fahren. Außerdem gab es Prüfungsabschnitte, wo Geschicklichkeit und Gleichmäßigkeitsfahren gefordert waren. Siegreich war derjenige, der die wenigsten Strafpunkte bekam.

Am Nachmittag standen die Gewinner fest. Emstals Bürgermeister Stefan Frankfurth und die Vorsitzende des MSC Bad Emstal, Nina Becker, beglückwünschten bei den Oldtimern als Gesamtsieger Jörg Schneider und Dorothea Lenz mit ihren Opel Manta B (Baujahr 1989). Sieger bei den Youngtimern wurden Philipp Bierwirth und Sebastian Schanze mit ihrem VW Golf (Baujahr 1991).

Ivo Müller und Frank Dietrich (von links) mit ihrem Opel Calibra (Baujahr 1995).

Schon seit Jahren arbeiten die Motorsportclubs Emstal und Vellmar Hand in Hand mit dem Kultur- und Geschichtsverein Bad Emstal. Um die Oldtimer Rallye zu unterstützen, veranstaltet der Geschichtsverein jedes Jahr auf dem Gelände vor seinem Museum ein Sommerfest.

Viele Besucher interessierten sich allerdings vor allem für die Jaguare, Mustangs und Mantas auf dem Parkplatz. In diesem Fall handelte es sich bei ihnen nicht um gefährliche Tiere, sondern um alte Automodelle, die zum ersten Oldtimer Treffen in Merxhausen gekommen waren.

Großes Aufsehen erregte dieses Mal ein wahres Schlachtschiff, ein Lincoln Continental, der wegen seiner Länge nicht mal in den Parkplatz passte. In so einem Auto wurde US-Präsident John F. Kennedy gefahren.

Ebenso viel Begeisterung verursachte ein Ford Mustang. Stolze Besitzer sind Bernd und Marion Weidmann aus Frielendorf-Leimsfeld, die das Oldtimer Treffen nutzten, um ihr altes Schätzchen mal auszuführen. Bernd Weidmann hatte ursprünglich Oldtimer Schlepper gesammelt und wollte nun auf Autos umsteigen. Dabei stieß er auf den 52 Jahre alten Ford Mustang, der sofort sein Herz eroberte.

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