Altes Haus im Altenhagen in Naumburg wird abgerissen

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Mit schwerem Gerät im Einsatz: Peter Hammelindl zerlegt mit seinem Bagger das Gebäude im Altenhagen. Die enge Bebauung stellt an den Baggerführer besondere Anforderungen. Ende der Woche soll der Abriss abgeschlossen sein.

Naumburg. Der Abriss historischer Bausubstanz ist derzeit in der Naumburger Altstadt angesagt.

An der Unteren Straße wird gerade das Haus Zobel zerlegt (wir berichteten), im Altenhagen ein seit Jahren unbewohntes Fachwerkgebäude beseitigt.

m Dienstag überreichte an der Baustelle Peter Nissen, beim Landkreis zuständig für die Bewilligung von Zuschüssen im Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen, einen Förderbescheid über knapp 31 000 Euro an Bürgermeister Stefan Hable. Die Gesamtkosten für den Ankauf und den Abriss des Gebäudes betragen 47 600 Euro. Die Stadt Naumburg übernimmt den Betrag, der die Fördersumme übersteigt.

Bald Vergangenheit: Nur die Fassade zur Straße steht noch. Eine Freifläche wird künftig für Auflockerung sorgen.

Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung beim Kreis, sagte zur Bezuschussung des Abrisses im Rahmen der Dorferneuerung, „es ist zukunftsweisend nicht nur für Naumburg sondern für den gesamten Landkreis, was wir hier machen. Es gibt Gebäude, die wir nicht mehr in Wert setzen können.“

Die Stadt Naumburg habe bereits im Vorfeld Vorbildliches geleistet, indem die Stadt von Leerstand bedrohte Häuser in der Altstadt mit Zustimmung der Eigentümer habe untersuchen lassen und Häusersteckbriefe erstellt habe. Diese Steckbriefe, in denen Zustand, Nutzungsmöglichkeiten, etc. gelistet sind, sollen es erleichtern, im Bedarfsfall einen Käufer zu finden. Komme es aber zu dauerhaftem Leerstand mit zunehmenden Schäden an der Bausubstanz, „ist es irgendwann mal an der Zeit, darüber nachzudenken, ob das Gebäude wegzunehmen ist“, sagte Nissen.

Bürgermeister Stefan Hable wies darauf hin, dass schon 2006 im Zuge eines studentischen Projektes zur Zukunft der Naumburger Altstadt ein Abriss des Hauses ins Gespräch gebracht worden sei. Damals spielte der Aspekt, das mit der entstehenden Freifläche das Quartier aufgewertet würde, eine wesentliche Rolle. Hable weiter: „Kaum ein Fachmann, der sich mit dem Areal beschäftigt hat, hatte eine andere Vorstellung als wir.“

Bedingung 

Peter Nissen sprach von der „Bedingung, dass mit der Freifläche etwas geschieht. Es muss eine geordnete Entwicklung geben“. Tatsächlich werde es etwas „Pilothaftes geben“. Zwei Nachbarinnen wollen sich um die Fläche und deren Gestaltung und Pflege kümmern.

Von Norbert Müller

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