320.000 Euro werden investiert

Neues DRK-Haus entsteht am Rand der Naumburger Altstadt

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Freude am künftigen Bauplatz: Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable (von links) mit Vize-Landrat Andreas Siebert, Regionalmanager Carsten Petry, Peter Nissen (Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung), Regionalforum-Vorsitzender Cornelius Turrey, Reinhard Schaake als Vorsitzender des Vereins Region Kassel-Land, Lena Tonn (2. Vorsitzende des DRK Naumburg), Holger Gerhold-Toepsch (Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Kassel-Wolfhagen) und der Vorsitzende des DRK Naumburg und Bereitschaftsleiter Timo Jassmann.

Das Deutsche Rote Kreuz baut in Naumburg einen Stützpunkt für seinen Ortsverein mit Bereitschaft und den Aktiven des Helfer-vor-Ort-Systems.

Der Bauantrag ist gestellt, wenn die Genehmigung auf dem Tisch liegt, steht dem Neubau der Naumburger DRK-Zentrale in der Kernstadt nichts mehr im Wege: Am Montag überreichte Vize-Landrat Andreas Siebert einen Bescheid über 80 529 Euro, Fördergeld aus Töpfen der EU und des Landes Hessen. Damit hat der DRK-Kreisverband Kassel-Wolfhagen die insgesamt rund 320 000 Euro zusammen, die für den Neubau benötigt werden.

Was da an der Straße Im Hain am Rande der Altstadt entstehen wird, werde keine Rettungswache, betonte Holger Gerhold-Toepsch, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes. Die Anwohner müssten also nicht damit rechnen, dass hier permanent Rettungsfahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes zu Einsätzen ausrückten. Vielmehr werde man hier ein Haus bauen, in dem der DRK-Ortsverband mit den vielen Ehrenamtlichen seine Aktivitäten bündeln werde.

So werde es im Erdgeschoss vier Stellplätze für Fahrzeuge der Bereitschaft geben. Im Obergeschoss wird ein Vereinsraum entstehen, der vor allem für Ausbildungszwecke genutzt werden wird, dazu Sanitär- und Umkleideräume sowie Lagermöglichkeiten für die Ausrüstung. Bislang sind die drei Fahrzeuge an zwei Standorten untergebracht, Vereinsraum und Lager befindet sich aktuell im Untergeschoss des Rathausanbaus. Möglichkeiten zum Duschen nach Einsätzen gibt es derzeit überhaupt nicht.

Und so brachte es Vize-Landrat Siebert bei seinem Besuch am Bauplatz auch auf den Punkt: „Das ist ein guter Tag für die Stadt Naumburg und das DRK.“ Beide werden deutlich profitieren vom Neubau, sagte Siebert, denn das bisher schon sehr rege DRK könne seine Aktivitäten auch zum Nutzen der Bevölkerung weiter optimieren.

Die Dynamik, mit der die DRK-Bereitschaft sich in Naumburg entwickelt hat, rechtfertige das Projekt auf der 877 Quadratmeter großen freien Fläche an der Straße Im Hain, sagte Bürgermeister Stefan Hable (CDU). Seit hier vor gut 20 Jahren ein marodes Haus abgerissen wurde, gebe es die geschotterte Brache. Es habe sich dann bestens gefügt, als das DRK ein Baugrundstück suchte. Das Haus werde nun in der Stadtmitte, „am inneren Ring“, angesiedelt, auch aus Sicht der Verwaltung ein guter Platz. „Das DRK hat es verdient, die Stadt freut sich.“

Die Aktiven des Naumburger DRK engagieren sich laut Kreisverbandsvorsitzendem Gerhold-Toepsch in der Seniorenarbeit, bei den Blutspendeterminen, leisten Sanitätsdienste bei Veranstaltungen, unterstützen die Naumburger Feuerwehren bei deren Einsätzen medizinisch und stellen in allen Stadtteilen das Helfer-vor-Ort-System. „Das Helfer-vor-Ort-System ist in Naumburg der Leuchtturm“, schwärmte Gerhold-Toepsch und eng mit dem Engagement der Bereitschaftsführung, den Jassmanns, verknüpft. Bei Notfällen verkürzen die medizinisch topausgebildeten Helfer, die meist schon nach zwei oder drei Minuten beim Patienten sind, den behandlungsfreien Zeitraum bis zum Eintreffen des öffentlichen Rettungsdienstes beziehungsweise des Notarztes. Die Mitgliederzahl des DRK ist in Naumburg unter dem Vorsitz von Timo Jassmann in den vergangenen Jahren auf gut 400 Personen angewachsen.

In gut einem Jahr, so die Pläne des DRK, soll das neue Naumburger Zentrum eingeweiht werden.

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