Neue Platten überm Schiff

Das Dach der evangelischen Kirche in Naumburg wird neu eingedeckt

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Freuen sich über die Dachsanierung: Der stellvertretende Kirchenvorsteher Markus Sälzer und Pfarrerin Pille Heckmann-Talvar vor der evangelischen Kirche in Naumburg.

Naumburg. Es geht rund an Naumburgs Gotteshäusern. Während an der katholischen Stadtpfarrkirche schon seit Anfang Juli die Handwerker aktiv sind und bis Dezember ein umfangreiches Programm an Südfassade, Dach und Kanalisation mit einem Volumen von voraussichtlich 385.000 Euro umgesetzt wird, gibt man sich seitens der evangelischen Kirchengemeinde bescheidener.

Rund 110.000 Euro werden hier die Arbeiten am Dach der allerdings auch wesentlich kleineren Kirche kosten, sagte Markus Sälzer vom Kirchenvorstand.

Anfang der Woche wurde das Gerüst gestellt, derzeit sind die Dachdecker damit beschäftigt, die alte, schadhafte Schiefereindeckung im Bereich des Kirchenschiffs abzunehmen und die Schalung zu entfernen. Über dem Altarraum wurde das Dach vor einigen Jahren bereits erneuert. Und auch an der Turmhaube ist noch alles in Ordnung, oder wie es Pfarrerin Pille Heckmann-Talvar formulierte: „Die Spitze des Turms sieht noch spitze aus.“

180 Quadratmeter

Insgesamt sind es 180 Quadratmeter Dachfläche, die erneuert werden. In kleinerem Umfang sollen auch schadhafte Stellen am Gebälk ersetzt werden. Und schließlich wird Strom in den Bereich des Dachstuhls gelegt, bislang gab es laut Markus Sälzer keine Beleuchtung unterm Dach.

Für die Arbeiten sind rund sechs Wochen vorgesehen und ein Kostenrahmen von 110 000 Euro. Aus Spenden und Kollekten, so der stellvertretende Kirchenvorsteher, seien insgesamt 15.495 Euro zusammengekommen, der Kirchenkreis Wolfhagen beteilige sich mit 40.000 Euro, die Landeskirche spendiere 30.000 Euro.

Geld aus Dorferneuerung

Und dann habe man nachgefragt, ob für die Kirchenrenovierung auch Geld aus der Dorferneuerung zu haben sei. Sälzer: „Wir haben es bekommen.“ Und zwar exakt 24.505 Euro. Aus nachvollziehbarem Grund, ist Pfarrerin Heckmann-Talvar überzeugt, denn: „Für unsere Stadt ist das ja auch wichtig, die Kirche spielt noch eine Rolle.“

Über die Dachsanierung hinaus hat man schon weitere Pläne. Im nächsten Schritt soll es eine neue Heizung geben. Vielleicht sogar statt der bisherigen elektrischen Bankheizung eine Bodenheizung, so die Pfarrerin. Das Ziel: Es sollte „das ganze Jahr über behaglich sein“. Das gelte es aber noch mit einem Architekten zu klären und auch ein weiteres Projekt, die Umgestaltung des Kirchenraums im vorderen Kirchenschiff. Da möchte man mit einer Kombination aus Kirchenbänken und Stühlen flexibler werden, mehr Möglichkeiten bekommen bei unterschiedlichen Veranstaltungen.

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