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Neues Bistro lockt nicht nur mit üppigen Burgern

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Von: Norbert Müller

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Freuen sich auf ihre Gäste: Aribert (links) und Dennis Otto haben den alten Hessischen Hof in der Naumburger Altstadt umgekrempelt und unter dem Namen Denari mit neuem Konzept eröffnet.
Freuen sich auf ihre Gäste: Aribert (links) und Dennis Otto haben den alten Hessischen Hof in der Naumburger Altstadt umgekrempelt und unter dem Namen Denari mit neuem Konzept eröffnet. © Norbert Müller

„Burger, Dart & More“ verspricht ein neues gastronomisches Angebot in der Naumburger Altstadt.

Naumburg – Nach einem kleinen Umweg sind Aribert und Dennis Otto jetzt endlich dort angekommen, wo sie von Anfang an hinwollten: in ihrem Bistro an der Naumburger Unteren Straße. Dort, wo einst der Hessische Hof eine Adresse für gehobene, vor allem lebendige Gastronomie war, haben die beiden aus Berlin Zugereisten schon beinahe klammheimlich vor zwei Wochen ihren eigenen Laden, das Denari, eröffnet.

Geräuschlos gestartet

Ein kleines Schild an der Tür war der einzige Hinweis, dass es losging, sagt Aribert Otto. „Wir haben keinen großen Schlag gemacht“, erklärt sein Partner Dennis, „es sollte langsam anlaufen, denn dann kann man die Kinderkrankheiten besser ausmerzen“. Aber fast scheint es so, als hätten die Naumburger auf den neuen Laden gewartet, denn: „Es läuft schon richtig gut“, bringt Dennis Otto die ersten Betriebstage auf den Punkt. Der alte Name der Gaststätte ist Geschichte, da sei schon seit Jahren der Lack ab gewesen, das habe man auch bei den Gesprächen mit Naumburgern immer wieder gehört. Da wollten die beiden Gastronomen dann doch lieber ein neues Markenzeichen etablieren und schufen aus den eigenen Vornamen ein neues Etikett: „Denari“ ergänzt durch „Burger, Dart & More“.

Das soll die Kundschaft dann auch in Kürze am Eingang per Leuchtreklame lesen können, aber noch warten die beiden Ottos auf die Lieferung des Aushängeschildes. Aber das Wesentliche ist nun fertig, etwas später als ursprünglich geplant, weil man im Frühsommer spontan die Gastronomie des Naumburger Freibades übernommen hatte. Das stellte den Zeitplan für die Sanierungsarbeiten im ehemaligen Hessischen Hof doch etwas auf den Kopf, denn Aribert und Dennis Otto sind nicht nur in Küche und Service versiert, sondern auch handwerklich so fit, um eine ziemlich heruntergekommene Kneipe zu sanieren und auch technisch auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen. Selbst machen, lautete die Devise – im Sommer erst nach Feierabend im Bad.

Und so haben sie nicht nur den Gastraum in Schuss gebracht, die Bestuhlung neu bezogen sowie die Elektrik und das Beleuchtungssystem erneuert, auch die neue Gastroküche haben sie komplett selbst eingebaut. Da hat sich dann bezahlt gemacht, dass der 53-jährige Dennis Otto in seinem früheren Leben eine Ausbildung als Energieanlagenelektroniker absolviert hat.

Amerikanische Speisen

Die Küche ist das verborgene Herzstück des Bistros, in der die kulinarischen Kreationen entstehen, mit denen das Denari eine Nische besetzt: klassische amerikanische Speisen mit Burgern unterschiedlicher Variationen und Hotdogs in verschiedenen Spielarten. „Die Burger sind die Renner“, sagt Küchenchef Aribert Otto, „allen voran unser Giant, der bringt voll ausgestattet eineinhalb Pfund auf die Waage“. Aber es gibt die kreativen Bratlinge mit Rinderhack aus der Naumburger Fleischerei Bührer auch in handlicheren Formaten. Wer es deftig teutonisch mag, bekommt im Denari auch seine Schnitzelvariationen und die obligatorische Currywurst mit Pommes. Die Speisegäste, sagt der 54-jährige Aribert Otto, kommen zudem in den Genuss eines Amuse Gueule, eines kleinen Grußes aus der Küche, ehe das eigentliche Gericht serviert wird. Ebenfalls im Angebot: Fingerfood wie Chicken Nuggets oder Mozzarella-Sticks, denn die Ottos betonen, dass ihr Laden ein Mittelding sein soll zwischen Gaststätte und Bistro, ein Lokal, wie es Service-Chef Dennis Otto formuliert, „wo man gemütlich sitzen kann“, auch nur bei einem Getränk und sich die Zeit mit Gesprächen oder Würfeln vertreibt. Oder sich im hinteren Bereich der Location, im Saal, beim Spiel an den beiden Dart-Apparaten vergnügt. In Kürze soll dort auch noch ein Billard-Tisch aufgestellt werden.

Voller Ideen

Die Ottos stecken jedenfalls voller Ideen. Einige Kleinigkeiten wie ein im Dart-Bereich an der Wand zu montierender Stehtisch sind noch zu erledigen. Und dann soll es auch losgehen mit speziellen Veranstaltungen wie Karaoke, Kostümwettbewerben zum Beispiel, außerdem wollen sie Künstlern oder DJs die Möglichkeit geben, in den Räumlichkeiten aufzutreten. „Wir stellen den Raum und den Strom, und dann können die nach der Show mit dem Hut rumgehen.“ Voraussichtlich ab Anfang Dezember, so die weitere Planung, will man im Denari sonntags ab 9 zum Brunch einladen.

Nach den ersten zwei Wochen haben die Ottos jedenfalls das Gefühl, dass ihr Lokal bereits von den Naumburgern jeden Alters angenommen wird. „Stark genutzt wird auch die Möglichkeit, die Sachen abzuholen“, sagt Aribert Otto. Bestellen könne man online. Über denselben Kanal bekomme man dann auch „in Time“ die Nachricht, wie lange es noch dauert bis man die Speisen abholen kann. Übers Netz laufe auch die Tischreservierung. „Reservierungen kommen auch schon gut rein“, freut sich Dennis Otto. Für den 11. November, wenn die Karnevalssession startet, „haben wir schon jede Menge Vorbestellungen“.

Dienstags haben die Ottos Ruhetag, an allen anderen Wochentagen öffnet das Denari um 17 Uhr. Bis 22 Uhr ist mindestens geöffnet. „Hier wird man abends nicht pünktlich mit dem Besen rausgeschoben“, sagt Dennis Otto, „hier kann man dann auch mal länger bleiben.“ denari.de (Norbert Müller)

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