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Ehrenbrief des Landes Hessen für Heinrich Bachmann und Manfred Seydel

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Von: Reinhard Michl

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Große Ehre: Silke Engler, Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Kassel, zeichnete Manfred Seydel (links) und Heinrich Bachmann jeweils mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen aus.
Große Ehre: Silke Engler, Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Kassel, zeichnete Manfred Seydel (links) und Heinrich Bachmann jeweils mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen aus. © Reinhard Michl

Silke Engler, Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Kassel, war in das Naumburger Haus des Gastes zur Jahreshauptversammlung des Fördervereins zur Erhaltung der Weidelsburg nicht mit leeren Händen gekommen, sondern mit einer Überraschung.

Naumburg - Im Auftrag des Hessischen Ministerpräsidenten zeichnete sie Manfred Seydel (Ippinghausen) sowie Heinrich Bachmann (Wolfhagen) mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen aus. Mit dieser Ehrung wird das ehrenamtliche Engagement von Personen öffentlich gewürdigt, die sich über viele Jahre hinweg um die demokratische, soziale und kulturelle Mitgestaltung der Gesellschaft oder in der kommunalen Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Als Zeichen des Dankes dafür gibt es die Urkunde des Ministerpräsidenten sowie eine Anstecknadel.

Der am 20. August 1946 geborene und in seinem Weidelsburg-Heimatdorf Ippinghausen lebende Manfred Seydel setzt sich seit über 30 Jahren ehrenamtlich als Natürschützer ein. Silke Engler in ihrer Laudatio: „Noch weit vor „Fridays for Future“ hat Manfred Seydel sich die Hege und Pflege von Flora und Fauna, die Erhaltung der vielschichtigen Biodiversität nicht nur auf die Fahnen geschrieben, sondern er steht allen am Naturschutz interessierten Menschen mit seinem Rat zur Seite. Er war Gründungs- und Vorstandsmitglied der im Jahr 2018 aufgelösten Naturlandstiftung Stadt und Landkreis Kassel, ebenso der Streuobstinitiative im Landkreis Kassel, Mitglied im Naturschutzbeirat Landkreis Kassel sowie bis heute aktiv in der Freien Arbeitsgruppe Umwelt- und Naturschutz Ippinghausen. Er betreut federführend zahlreiche Streuobstwiesen und Blühflächen im Wolfhager Land. Den in Wolfhagen wohnenden Forst-Oberamtsrat im Ruhestand Heinrich Bachmann, der am 9. April 1947 in Eschwege geboren wurde, kann man als den treibenden Motor der Sanierung und Erhaltung der Weidelsburg bezeichnen. Seit der Gründung im Jahr 2011 steht er dem Förderverein zur Erhaltung der Weidelsburg als erster Vorsitzender vor.

In dieser Zeit ist es ihm in eindrucksvoller Weise gelungen, mit seinen Mitstreitern und in enger Kooperation mit Hessen-Forst als Besitzer der Weidelsburg, Nordhessens größte Burgruine und touristisches Wahrzeichen des Wolfhager Landes, diese zu einem außerschulischen Lernort zu entwickeln. Zu dem tragen zahlreiche Sanierungsarbeiten im Gesamtvolumen von weit über einer Million Euro sowie zwei Dutzend Fördervereinsprojekte die aus Spenden, Förder- und Eigenmitteln sowie Eigenleistungen der Mitglieder mit Kosten von über 200 000 Euro umgesetzt wurden, seine Handschrift.

„Das Ergebnis des ehrenamtlichen Engagements von Heinrich Bachmann, der auch stark nachgefragte Burgführungen macht und damit die Menschen für die Weidelsburg als historisches Kulturgut begeistert“, so Silke Engler, „hat dazu geführt, dass sich die Weidelsburg zu einem stark frequentierten Anziehungspunkt für Wandertouristen und Burgeninteressierte profiliert hat.

Ein zweites Hobby betreibt Heinrich Bachmann seit dem Jahr 1985 mit der gleichen Intensität: Die Imkerei mit eigenen Bienenvölkern und als Mitglied im Imkerverein Wolfhagen.

Von Reinhard Michl

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