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Eigentümer des Oldtimers Isetta trafen sich auf Naumburger Campingplatz

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Von: Sascha Hoffmann

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Feilschen um die raren Ersatzteile: Wolfgang Dreier (links) und Erich Jesper wissen genau, was Isettafans für ihre alten Schätzchen brauchen.
Feilschen um die raren Ersatzteile: Wolfgang Dreier (links) und Erich Jesper wissen genau, was Isettafans für ihre alten Schätzchen brauchen. © Ricken, Bea

Am Wochenende erfreuten ungewöhnlich viele der kleinen Knutschkugeln die gesamte Region. 140 von ihnen waren zum Isetta-Club-Treffen am Naumburger Campingplatz gekommen und ratterten mit ihrem Einzylindermotor über die Straßen.

Naumburg – Wenn man sie auf der Straße sieht, muss man einfach lächeln. Klein, rund, nicht selten in knalligen Farben und irgendwie süß. Wie Petticoat und Nierentisch steht die Isetta für die 50er Jahre. Der Petticoat schmückte die Frauen, der Tisch die Wohnzimmer und der Kabinenroller von BMW das Straßenbild nicht nur im Nachkriegs-Deutschland.

„Die Isetta ist nicht umsonst als Lächelauto bekannt“, freut sich Ernst Jesper vom Club-Vorstand, der nahezu alles über das Kultauto weiß - auch, warum es über diese ungewöhnliche, charakteristische Fronttür verfügt. „Bevor BMW die Lizenz erwarb und von 1956 bis 1961 in München 160 000 Isetten gebaut hat, wurde das Kleinstfahrzeug in Italien von der Firma Iso entwickelt und hergestellt, das war ein Kühlschrankhersteller, und so ist es zur Fronttür gekommen.“

Die nach vorn öffnende Tür ermöglichte früher wie heute ein bequemes Einsteigen. Dabei schwingen Lenkrad und Lenksäule mit der Tür zur Seite. Die Menschen verstanden die Isetta einst nicht als geschrumpfte Limousine, sondern als Auto neuer Prägung. „Das Mikromobil der 1950er-Jahre“, wie BMW noch heute stolz auf seiner Website schreibt. Dass die BMW Isetta noch immer begehrt ist, war am Wochenende im Wolfhager Land zu sehen, auch an den vielen lächelnden Menschen entlang der Straßen. (Sascha Hoffmann)

Der kleine Phil Fritsch liebt die alte Isetta seines Vaters Floria und träumt davon, sie selbst einmal fahren zu dürfen. Es ist die älteste des Clubs und eine der ersten von 1956.
Der kleine Phil Fritsch liebt die alte Isetta seines Vaters Floria und träumt davon, sie selbst einmal fahren zu dürfen. Es ist die älteste des Clubs und eine der ersten von 1956. © Sascha Hoffmann

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