Gebäude ist nun keine  öffentliche Einrichtung mehr

Förderverein übernimmt das Dorfgemeinschaftshaus

Bald keine öffentliche Einrichtung mehr: Der örtliche Förderverein wird das Altendorfer Dorfgemeinschaftshaus pachten. Foto:  Norbert Müller

Naumburg. Neue Wege geht die Stadt Naumburg in ihrem kleinsten Stadtteil Altendorf. Dort wird erstmals ein bislang kommunales Gemeinschaftshaus an einen Verein zur eigenen Nutzung und Bewirtschaftung verpachtet.

Die Stadtverordnetenversammlung votierte am Donnerstag mehrheitlich dafür, dass der Magistrat mit dem Verein zur Förderung und Erhaltung des Dorflebens in Altendorf e.V. einen entsprechenden Vertrag abschließen kann.

Nach Abschluss des Vertrages wird das Haus für die Dauer der Verpachtung nicht mehr als öffentliche Einrichtung betrieben. Allerdings muss auch weiterhin gewährleistet sein, dass das Gebäude für Sitzungen der städtischen Gremien und für Wahlen, Volksabstimmungen und Bürgerentscheide genutzt werden kann.

Entschädigung möglich

Im Vertrag soll festgeschrieben werden, dass dem Verein eine pauschale Entschädigung gezahlt werden kann, die die Kosten deckt, sie gegebenenfalls nicht durch das Gebäude erwirtschaftet werden können. Sollte ein Gewinn erwirtschaftet werden, beispielsweise durch die Vermietung an Dritte, verbleibt das Plus über den Verein im Dorf.

Für die Stadt war der Betrieb des im Zuge der Dorferneuerung sanierten Hauses nicht kostendeckend möglich, erklärte Bürgermeister Stefan Hable (CDU). Größter Kostenblock beim Betrieb des DGH waren bislang die Personalkosten, die durch die direkte Betreuung vor Ort, den Einsatz des Bauhofes und auch der Verwaltung bei Vermietungen anfallen. Die würden künftig wegfallen.

Nach Ansicht der SPD-Fraktion sollte der ausgehandelte Vertrag dem Parlament zur Beschlussfassung vorgelegt werden, die Mehrheit aus CDU und FWG sah dazu keine Notwendigkeit. Damit entsprach man dann auch dem bereits im Vorfeld gefassten einstimmigen Beschluss des Altendorfer Ortsbeirates.

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